ÖKK AG - erste Bilanz der Verwertung von Kunstoff-Verpackungen 1999 Neue Herausforderungen im Jahr 2000

Wien (OTS) - Der Österreichischen Kunststoff Kreislauf AG (ÖKK AG) liegt nunmehr eine erste Bilanz der im Jahr 1999 zur Verwertung übernommenen Verpackungen aus Kunststoff vor. Sie zeigt ein sehr erfreuliches Ergebnis: Um 6.000 Tonnen mehr Kunststoff-Verpackungen als noch 1998 konnten im Jahr 1999 von der ÖKK AG zur Verwertung übernommen werden. Dies entspricht einer Steigerung von 7,7%. Waren es 1998 77.500 Tonnen, so konnten im abgelaufenen Jahr 1999 83.500 Tonnen übernommen und einer Verwertung zugeführt werden.

Diese enorme Steigerung ist einerseits auf die jährlich zunehmende Menge an Kunststoff-Verpackungen zurückzuführen, andererseits aber auch - und damit spricht Dipl.Ing. Andrea ECKER (Vorstand der ÖKK AG) den ÖsterreicherInnen ein großes Lob aus - "auf die immer stärker zunehmende Bereitschaft zum ordentlich getrennten Sammeln von gebrauchten Verpackungen aus Kunststoff zurückzuführen. Für uns heißt das, der Konsument schaut nicht nur darauf, seine Umwelt sauber zu halten, sondern achtet vielmehr auch darauf, Rohstoffe zu sparen. Er weiß in der Zwischenzeit, dass all das, was er getrennt sammelt, auch wiederverwertet wird".

Durch die 100%ige Verwertung der gesammelten Kunststoff-Verpackungen werden 66.000 Tonnen teuer zu importierendes Erdöl eingespart - damit könnten alle Haushalte in Städten wie St. Pölten, Villach oder Wels ihren jährlichen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser decken. Auch die Luft wurde dadurch um 78.500 Tonnen CO2 - den jährlichen Emissionen von mehr als 30.000 PKWs - weniger belastet.

PET Recycling seit 1999 auch in Österreich

Erwartungsgemäß gab es auch 1999 eine überdurchschnittlich hohe Steigerung bei der Übernahme von gebrauchten PET-Getränkeflaschen. Die zur Verwertung übernommene Menge von 11.400 Tonnen (etwa 14% aller übernommerner Kunststoff-Verpackungen) entspricht 382 Millionen (!!) solcher Getränkeflaschen. Nicht zuletzt deshalb wurde auf Initiative der ÖKK AG in Österreich (Kärnten) die erste Verwertungsanlage für die Erzeugung von PET-Recyclat errichtet. In dieser Anlage wurde im September 1999 der Probebetrieb aufgenommen. Anfang 2000 wird sie im Vollbetrieb rund 10.000 Tonnen PET-Flaschen im Jahr verarbeiten können, das in weiterer Folge wieder zur Produktion von PET-Folien oder Fasern eingesetzt wird.

2000 - neue Aufgaben für den Verein ÖKK

Schon 1999 begonnen, wird der Verein Österreichischer Kunststoff Kreislauf seine Initiativen zur Verwertung von Kunststoffen aus dem Kfz-, Elektro-, Elektronik- und Möbelbereich, aus der Bau- und Landwirtschaft in Hinblick auf die Deponieverordnung 2004 im Jahr 2000 verstärkt fortsetzen.

Das Jahr 2004 - noch scheint es ferne Zukunft zu sein - könnte mit dem Inkrafttreten der österreichischen Deponieverordnung auch für die Kunststoffe zum Nadelöhr werden. Rund 180.000 Tonnen an ausgedienten Verpackungen und noch einmal soviel an Kunststoffabfällen aus der Bau- und Landwirtschaft, der Kfz-, Möbel-, Elektro-Industrie und anderen Bereichen fallen heute bereits jährlich zur Entsorgung an. Tendenz steigend! Das meiste davon landet letztendlich zum Großteil auf Deponien - mit Ausnahme der mittlerweile jedes Jahr durch die ÖKK AG wiederverwerteten etwa 80.000 t an Kunststoff-Verpackungen. Anlaß genug um aktiv zu werden.

"Die Verwertung von Kunststoff-Verpackungen war ein erster Schritt. Jetzt muß es weitergehen. Dass etwas zu geschehen hat liegt auf der Hand. Wir werden nicht warten, was vorgeschrieben wird, um dann zu sagen, das geht nicht. Wir wollen in Zusammenarbeit mit allen Betroffenen Lösungsvorschläge für eine technisch machbare, volkswirtschaftlich und ökologische sinnvolle Vorgangsweise erarbeiten. Mit unserem Symposium im November 1999 haben wir begonnen, im Jahr 2000 werden wir die Arbeit in dieser Richtung verstärkt fortsetzen", so Vereinsobmann Dr. Vitus BERGER in seinem Ausblick auf das Jahr 2000.

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