BMAGS: Besserer Arbeitnehmerschutz in Klein- und Mittelbetrieben-

Seit 1. Jänner verpflichtende arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung

Wien, 10. Jänner 1999 (BMAGS).- Mit dem Inkrafttreten der
Novelle zum Arbeitnehmerschutzgesetz am 1. Jänner 1999 kommen ab sofort auch Arbeitnehmer in Arbeitsstätten von 11 bis 50 Mitarbeitern in den Genuss einer arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung. Für die Unternehmer entstehen keine Mehrkosten, denn für die Betreuung können auch die Präventionszentren der AUVA kostenlos in Anspruch genommen werden.****

Für Arbeitsstätten in Klein- und Mittelbetrieben mit bis zu 50 Arbeitnehmern wurden flexible, unbürokratische Betreuungsmodelle entwickelt. Der Arbeitgeber kann künftig für die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung seiner Arbeitnehmer entweder selbst Sicherheitsfachkräfte und Arbeitsmediziner verpflichten oder kostenlos ein Präventionszentrum der AUVA in Anspruch nehmen. Der Antrag an die Präventionszentren der AUVA kann brieflich oder per Fax (07114-200020-1100) erfolgen.

Da die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung
seit 1 Jänner 1999 verpflichtend vorgeschrieben ist, empfiehlt die Arbeitsinspektion den Betrieben, rasch eine entsprechende Betreuung sicherzustellen, um im Fall einer Kontrolle durch die Arbeitsinspektion nachweisen zu können, dass den neuen gesetzlichen Verpflichtungen nachgekommen wurde.

Maßgeschneiderte Betreuung

Anstelle starrer Mindesteinsatzzeiten für Sicherheitstechniker
und Arbeitsmediziner in der Arbeitsstätte soll eine regelmäßige "Basisbetreuung" erfolgen, die bedarfsorientiert (z.B. bei Arbeitsunfällen, neuen Arbeitsstoffen, neuen Arbeitsverfahren, berufsbedingten Erkrankungen) ergänzt wird. Dadurch werden "maßgeschneiderte" Betreuungseinheiten garantiert, die den Gefahren und Belastungen in der Arbeitsstätte genau entsprechen. Das neue, flexible Modell sichert daher einerseits die erforderliche
Betreuung entsprechend der jeweiligen Gefahrensituation und vermeidet andererseits unproduktive "Stehzeiten" der Experten.

Umfangreiche Servicepalette

Die AUVA organisiert Präventionszentren in ihren bewährten Strukturen mit eigenem, entsprechend ausgebildetem Fachpersonal unter vorrangiger Einbindung externer Sicherheitsfachkräfte und Arbeitsmediziner und bestehender Expertenzentren. Durch diese "gebündelte" Fachkompetenz und entsprechende Qualitätssicherungsprozesse wird die optimale Qualität der Betreuungsleistungen im Interesse der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und die Gleichwertigkeit der Qualität der Präventivbetreuung wie in größeren Arbeitsstätten garantiert.

Nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch Sicherheitsvertrauenspersonen, Betriebsräte und die einzelnen Arbeitnehmer können sich an die Präventionszentren der AUVA wenden, um einen Betriebsbesuch von Sicherheitstechnikern und/oder Arbeitsmedizinern zu veranlassen und sich rasch und unbürokratisch beraten lassen. Die Ergebnisse der Begehungen müssen für alle Arbeitnehmer eines Betriebs zur Einsicht aufliegen.

Österreich nimmt mit dieser umfassenden arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung europaweit eine Vorreiterrolle
ein.

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