Muzik: Positive Weichenstellung in der Landwirtschaftsförderung

Arbeitskraft statt Flächen oder Anzahl der Tiere fördern

St. Pölten, (SPI) - "In der vergangenen Sitzung des Landwirtschaftsausschusses des Nationalrates im Dez. 1998 ist eine positive Weichenstellung im Bereich der Landwirtschaftsförderung gelungen. In einem Entschließungsantrag wurde das
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft aufgefordert, im Bereich der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete sicherzustellen, daß ein Sockelbetrag zur Unterstützung für Betriebe mit geringer Flächenausstattung bzw. erhöhtem Arbeitsaufwand eingeführt werden kann", stellt der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, heute fest.****

Für die Sozialdemokraten steht der Mensch und seine Arbeitskraft und damit verbundene Erschwernisse, nicht die Größe des landwirtschaftlichen Betriebes im Vordergrund. Nicht die Fläche oder die Anzahl der Tiere darf ausschlaggebend sein, sondern Arbeitsaufwand und Arbeitserschwernis müssen verstärkt abgegolten werden. Für ein Überleben zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe ist es von besonderer Bedeutung, daß soziale Kriterien wesentlich stärker als bisher berücksichtigt werden. Einer sozial gerechten Verteilung sind aber die bisherigen Bestimmungsfaktoren - wie Fläche, Anzahl der Rinder, etc. - im Weg.

"Wenn es nun gelingt, einen Sockelbetrag für Kleinbetriebe zu schaffen und parallel dazu Obergrenzen für "industrielle Landwirtschaftsbetriebe" einzuführen, wäre nicht nur mehr Gerechtigkeit verwirklicht, auch würden sich viele Bauern ein Aufgeben ihres Betriebes wohl überleben. Weitere Maßnahmen zur bäuerlichen Erwerbssicherheit ist eine stärkere Ausrichtung von Förderungen nach ökologischen Gesichtspunkten und Subventionen für wichtige Aufgaben der Landschaftspflege und -erhaltung", so der SP-Agrarsprecher abschließend.
(Schluß) fa

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