Gastgewerbe unter Kostendruck

Jüngster Betriebsvergleich durchleuchtet Situation der Hotels und Restaurants - 38.768 Gastgewerbebetriebe in Österreich

Wien (PWK) - Bei Hotels und Restaurants nimmt der Aufwand für "sonstige Ausgaben", d.s. im wesentlichen die Ausgaben für Verwaltung, Instandhaltung, Energie und vor allem Fremdkapital, weiter kräftig zu. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten (und aktuellsten derzeit verfügbaren) Betriebsvergleich für das Bilanzjahr 1996 hervor, an dem sich 805 Beherbergungs- und 339 Gastronomiebetriebe beteiligt haben. ****

So hat in der Hotellerie die Position "sonstiger Aufwand" um 18 Prozent zugelegt. Besonders ins Gewicht fällt hier der Anstieg des Fremdkapitalaufwandes, der aus gestiegenen Investitionen im Jahr 1996 resultiert. Im Berichtsjahr verzeichneten die Hotelbetriebe auch einen höheren Personalkostenaufwand (31,2 Prozent der Betriebserlöse gegenüber 30,4 Prozent im Jahr 1995).

Der Anstieg des sonstigen Betriebsaufwandes bei im wesentlichen gleichbleibenden Erlösen ist auch dafür verantwortlich, daß der sogenannte Gross Operating Profit (GOP) im Jahr 1996 nur mehr 8,8 Prozent (gegenüber 16,5 Prozent im Jahr 1995) erreicht hat. Der GOP, eine wichtige Vergleichszahl in der internationalen Hotellerie, gibt die Differenz zwischen Betriebserlösen und laufenden Betriebsausgaben an, wobei Positionen, deren Höhe vom Unternehmer bzw. von der Zentrale beeinflußt werden (wie Miete, Pacht, Abschreibungen oder Zinsen auf das investierte Kapital), nicht einbezogen werden.

In der Gastronomie wurde 1996 ebenfalls mehr investiert als im Jahr zuvor. Die sogenannte Reinvestitionsquote, die angibt, welcher Prozentsatz der ordentlichen Abschreibungen für Investitionen verwendet wird, ist von 111 auf 158 Prozent gestiegen. Im Schnitt konnten alle Gastronomiebetriebe einen Brutto-Cash-Flow I in der Höhe von 6,4 Prozent der Betriebserlöse erwirtschaften. Zurückgegangen ist der Verschuldungsgrad, von katastrophalen 77 Prozent im Jahr 1995 auf 68 Prozent im Berichtsjahr 1996.

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