ARBÖ: Unsicherheit bei vielen Autofahren über die neue Sitzplatzregelung

Auch rund 450.000 ältere Fahrzeuge von der Regelung betroffen

Wien (ARBÖ) - Seit 1. Jänner 1999 muß für jedes Kind in Pkw und Kleinbussen ein eigener Sitzplatz vorhanden sein. Zahlreiche verunsicherte Anrufer informierten sich in den letzten Tagen beim ARBÖ über die neue Bestimmung. Vor allem Besitzer älterer Fahrzeuge ohne Sicherheitsgurte auf der Rückbank wollten wissen,
ob sie weiterhin ihre Kinder oder Enkelkinder im Fond
transportieren können.

ARBÖ-Cheftechniker Dipl. Ing. Diether Wlaka stellt klar: "Die Verpflichtung zur Sicherung von Kindern gilt nur auf jenen
Plätzen, auf denen Sicherheitsgurte montiert sind." Bei Pkw und Kombis besteht in Österreich die Verpflichtung zur Ausrüstung mit Sicherheitsgurten auf den Vordersitzen ab der Typengenehmigung per 1. Jänner 1968. Gurte auf den Rücksitzen müssen ab Typengenehmigung 1. Jänner 1984 oder Erstzulassung mit Stichtag 1. Jänner 1989 vorhanden sein. Insgesamt sind davon - laut ARBÖ-Schätzungen - rund 450.000 Autos betroffen.

Der ARBÖ-Experte: "Fahrzeuge, die vor diesem Datum von der Behörde genehmigt wurden, verfügen im Regelfall über keine Gurte. In diesem Fall ist eine Sicherung der Kinder nicht möglich und daher auch gesetzlich nicht vorgeschrieben. In diesem Fall gilt
zwar die neue Sitzplatzregelung, nicht aber die neue Anschnallpflicht."

In der Praxis heißt das, daß ein Großvater mit seinem VW Golf, Baujahr 1982, drei Enkelkinder im Fond mitführen darf, diese aber mangels Sicherheitsgurten nicht anzuschnallen braucht, informiert der ARBÖ.

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