Blochberger: EU-Budget nicht auf dem Rücken der Bauern entlasten

Niederösterreich, 3.1.99 (NÖI) "Eine Entlastung des EU-Budgets darf auf keinen Fall auf dem Rücken der Bauern erfolgen. Die
Bauern werden sich zu wehren wissen, wenn sie zu Melkkühen Europas gemacht werden sollen", betont Landesrat Franz Blochberger. Die Brüsseler Vorschläge zur Agenda 2000 seien nach wie vor unausgegoren, da sie den Landwirten in Österreich starke Einkommensverluste bringen würden. Es wäre den Bauern nicht zumutbar, wenn Brüssel jetzt auch noch Agrarförderungen drastisch kürzen will.****

Blochberger kritisiert vor allem auch die Blindheit der EU in Sachen erneuerbarer Energien. Statt diese voranzutreiben, betätigt sich Brüssel als Bremser. Durch den verstärkten Anbau von Energiepflanzen könnten tausende Arbeitsplätze geschaffen und bäuerliche Existenzen besser abgesichert werden. Außerdem bliebe in diesem Falle die Wertschöpfung in den Regionen und es müßten weniger fossile Energieträger importiert werden.

Es bleiben, so Blochberger, nur noch wenige Monate Zeit, um die Brüsseler Pläne und die dadurch drohenden Einkommensverluste für die Bauern zu korrigieren. Das Ausmaß der vorgeschlagenen Preissenkungen bei Milch, Getreide und Rindern zwischen 15 und 30 Prozent könne keineswegs akzeptiert werden. "Insgesamt würde das Österreichs Bauern rund 2,5 Milliarden Schilling Verlust bringen, und das in einer Zeit, in der sich die Landwirtschaft ohnehin in einer äußerst schwierigen Situation befindet. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur die Schweinekrise erwähnen", betont der
Landesrat.
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