Anschober: Sonderbericht über Sex-Frauenhandel notwendig

Grüne: Menschenhandel mit vor allem osteuropäischen Frauen wächst - Zur Prostitution gezwungen

Wien (OTS) - "Innen- und Justizminister sollten dem Parlament
rasch einen gemeinsamen Bericht über den Handel mit Frauen aus Osteuropa und Übersee vorlegen. Nachdem dieser moderne Sex-Sklavenmarkt in Deutschland nahezu explodiert und in den vergangenen Jahren in Österreich ein rapides Anwachsen dieser schrecklichen Kriminalität zu verzeichnen ist, ist ein solcher Sonderbericht mit den entsprechenden Konsequenzen dringend geboten. Noch immer werden im Rahmen der Ermittlungen dieser neuen Form des Menschenhandels mit Zwangsprostitution zuwenig Priorität eingeräumt, obwohl damit schreckliche Einzelschicksale verknüpft sind. So gab es allein 1995 in Österreich an die 100 Ermittlungen wegen Menschenhandel", stellt der Sicherheitssprecher der Grünen, Klubobmann Rudi Anschober, fest und fordert eine personell gut ausgestattete Sonderermittlungseinheit. ****

Insbesondere in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und in der Bundeshauptstadt werden Frauen unter falschen Voraussetzungen in illegalen Klubs mit Gewalt festgehalten und zur Prostitution gezwungen. "Damit diese Frauen endlich gegenüber ihren Peinigern aussagen, bedarf es eines besonderen Schutzes für die Betroffenen, sicherer Unterkünfte für diese Frauen und der Aufhebung der für sie existenzbedrohenden Abschiebung. Nur wenn dies seitens der Exekutive gewährleistet ist, werden die betroffenen Frauen gegen die Hintermänner dieses Menschenhandels gerichtlich aussagen", so Sicherheitssprecher Anschober, der mehr Initiative und Engagement in diesem Bereich einfordert.

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