Deutsche Telekom AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung / Teil 2

Bonn (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Ergebnis

Das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich von 4,1 Milliarden DM um 83 Prozent auf 7,5 Milliarden DM. Der Konzernüberschuß stieg von 1,8 Milliarden DM um 84 Prozent auf 3,3 Milliarden DM. Die Dividendenzusage von 1,20 DM pro Aktie wird erreicht, allerdings bei Vollausschüttung.

Die Entwicklung des Umsatzes und der Gesamtleistung entsprachen den Erwartungen. Zinsen und Personalaufwand gingen gegenüber Vorjahr zurück. Die Entwicklung des Zinsergebnisses verlief aufgrund der planmäßigen Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten erwartungsgemäß, die Reduzierung des Personalaufwands blieb hinter den Erwartungen zurück. Durch den Abschluß Aufbau Ost und Digitalisierung West stiegen die Abschreibungen wie geplant letztmalig um 800 Millionen DM.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 200 Millionen DM.

Unbefriedigend ist der Anstieg beim Materialaufwand von 10,2 Milliarden DM um 1,6 Milliarden DM auf 11,8 Milliarden DM, was auf die Aufwendungen für die Telekommunikationsdienstleistungen anderer Carrier und gestiegenen Aufwand für Endgeräte zurückzuführen ist.

Das Beteiligungsergebnis hat sich um 1 Milliarde DM verschlechtert durch die Anlaufverluste bei ATLAS/Global One, Mobilfunkaktivitäten im Ausland und die Risikovorsorge für die Entwicklungen in Südostasien.

Ergebnis einzelner Aktivitäten

Damit tragen die einzelnen Geschäftsfelder der Deutschen Telekom wie folgt zum Konzern-Ergebnis bei:

Die Festnetzkommunikation erreicht das geplante Ergebnisniveau von 10,5 Milliarden DM vor Steuern oder eine Umsatzrendite vor Steuern von 21 Prozent.

Die Mobilnetzkommunikation erzielt ein Ergebnis von 1 Milliarde DM oder 20 Prozent vom Umsatz. Dies entspricht nicht ganz unseren Erwartungen.

Insgesamt erreichte die Netzkommunikation mit 11,5 Milliarden DM -das entspricht einem Gewinn pro Aktie von etwa 2,00 DM - das Zielniveau und damit ein erfreuliches Ergebnis, während die übrigen Bereiche mit einem Verlust von etwa 4 Milliarden DM - entsprechend rund 0,80 DM Verlust pro Aktie - die Erwartung deutlich verfehlten:

Unerwartet hohe Verluste von etwa 500 Millionen DM verbuchte das Endgerätegeschäft, wobei dieses Ergebnis allein aus dem Verkauf resultierte. Die Mietgeschäft allein weist ein positives Ergebnis auf.

Der Bereich Kabel-TV/Rundfunk, d. h. das Kabel-TV und das terrestrische Audio- und Videogeschäft, reduzieren mit erwartungsgemäß ca. 1,1 Milliarden DM Verlust das Ergebnis. Hohe Verluste von zusammen rund 0,9 Milliarden DM weisen die öffentlichen Telefonzellen und die Auskunft aus.

Die Deutsche Telekom wird die bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen konsequent umsetzen und mögliche, zusätzliche Schritte umgehend einleiten:

Restrukturierungen und Preisanpassungen, wie etwa im Kabelgeschäft und bei der Auskunft, werden die Situation in 1998 verbessern. Bei den öffentlichen Telefonzellen wird das Standortkonzept optimiert. Der Verkauf von Endgeräten wird einer kritischen Analyse unterzogen, um kurzfristig ein profitables Niveau zu erreichen. Im Beteiligungsbereich sind 1997 unter anderem bereits folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet worden:

- Schließung einzelner Mobilfunkaktivitäten außerhalb des Mobiltelefonbereichs im In- und Ausland (etwa Modacom, Schweiz, oder Paging, Niederlande),

- Restrukturierungsmaßnahmen bei ATLAS/Global One,

- Bildung von Rückstellungen für die Beteiligungen in Südostasien in der Bilanz 1997, die die derzeit erkennbaren Risiken, einschließlich aktueller Kursentwicklungen, abdecken.

Insgesamt erreichte die Telekom ihre Ziele auf den Gebieten

Umsatzwachstum,

Personalabbau und

Reduzierung der Verbindlichkeiten,

womit die Ertragskraft erhöht und die Bilanzstruktur verbessert wurde. Dies gilt ebenso für die Festnetzkommunikation und mit geringen Abstrichen auch für die Mobilnetzkommunikation.

Der Cash Flow aus Geschäftstätigkeit stieg um rund 2 Milliarden DM auf 24 Milliarden DM. Dies ist vornehmlich auf die Erhöhung des Konzernüberschusses zurückzuführen.

Zusammen mit den reduzierten Investitionen verbesserte sich der Cash Flow nach Investitionstätigkeit um 8 Milliarden DM auf 9 Milliarden DM, so daß aus dem Erlös des Börsengangs lediglich 4,5 Milliarden DM verwendet wurden, um den Abbau von Verbindlichkeiten und die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 1996 in 1997 zu finanzieren.

Ende der Mitteilung

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