Weinzinger: "Gentechnik: Pioneer muß Antrag zurückziehen."

Grüne Kritik an Pioneer-Vorgangsweise bei neuen Freisetzungsstandorten

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an den Plänen der US-Saatgutfirma Pioneer, den umstrittenen Bt-Genmais an neuen Standorten freizusetzen, übte heute die Grüne Spitzenkandidatin für die NÖ-Landtagswahlen, Brigid Weinzinger. "Das Vorgehen der US-Saatgutfirma ist mir völlig unverständlich. Es scheint so, als ob Pioneer alle österreichischen Bundesländer "durchprobiert", kritisiert Weinzinger polemisch. "Wir fordern Pioneer auf, den Antrag zurückzuziehen und auf die Freisetzung des Bt-Mais (Bazillus thuringiensis) zu verzichten, beziehungsweise eine rechtlich saubere Vorgangsweise einzuhalten. Das bedeutet, Zurücknahme des alten Antrags und Neueinreichung für die geplanten Standorte in Kärnten -Ebental und St. Stefan im Lavanttal," so die Grünpolitikerin, die gleichzeitig auf die bereits erfolgte Absage des Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreters, Michael Außerwinkler verweist.

Unter massivem Druck der Öffentlichkeit gegen Freisetzungen auf österreichischen Feldern haben bereits mehrere der von Pioneer genannten Versuchsbauern ihre Einwilligungen zum Anbau von genmanipulierter Maissaat zurückgezogen. "Sollte Pioneer an den geplanten Freisetzungen festhalten, werden die Grünen die Einwendungskampagne massiv fortsetzen", kündigt Weinzinger an. "Es ist unverantwortlich, wie Pioneer versucht, Bauern mit großen Versprechungen auf Ertragssteigerung für eine Risikotechnologie wie Gentechnik zu ködern," kritisiert die Grünpolitikerin die Nacht-und-Nebel-Aktion der Saatgutfirma scharf und richtet abschließend erneut die Forderung an die Regierungsparteien, ein 5jähriges Freisetzungsmoratorium zu verabschieden.

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