Gewerbeverein: Gleichbehandlungsanwaltschaft: Kosten-/Nutzenanalyse

Wien (OTS) - Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit ist wohl vorprogrammiert, wenn man gegen die geplanten Expansionstendenzen der Gleichbehandlungsanwaltschaft Einwendungen geltend macht - so der Österreichische Gewerbeverein in einer Stellungnahme.

Seit 1991 existiert dieses Instrument und hat bisher 93! Fälle weitergeleitet. Das sind etwa 12 pro Jahr. 500 Anfragen - was immer das ist - werden jährlich behandelt; das sind zwei pro Arbeitstag!

Dafür besteht das Büro der Gleichbehandlungsanwältin derzeit aus zwei Akademikerinnen und einer weiteren Mitarbeiterin. Blättert man im Amtskalender weiter gibt es darüberhinaus eine "normale" Gleichbehandlungskommission und eine Gleichbehandlungskommission des Bundes, beide je mit einer Akademikerin als Vorsitzende.

Darüberhinaus gibt es eine Interministerielle Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen und eine Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen. Damit nicht genug existiert noch je eine Interministerielle Arbeitsgruppe zur Behandlung frauenspezifischer Angelegenheiten 1) im Bereich des Unterrichtswesens, 2) in Kunst und Kultur und 3) im Bereich Justiz. Darüberhinaus gibt es noch einen Beirat für wissenschaftliche Forschungsprojekte in frauenspezifischen Fragen.

Die Gleichbehandlungsanwältin verlangt nun nach einem Tiroler Regionalbüro.

Der Österreichische Gewerbeverein ist in Gleichbehandlungsfragen stets sehr aktiv. Beweis dafür ist, daß er im Rahmen der Aktion "Gläserner Schuh" immerhin ausgezeichnet wurde. Trotzdem können wir nicht umhin, mit allem Nachdruck zu fordern im Gleichbehandlungsbereich eine Straffung der verschiedenen Einrichtungen vorzunehmen, bevor Ausweitungen überhaupt angedacht werden. Den Arbeitgebern werden derzeit genug steuerliche Opfer abverlangt. Da kann man sich beim Thema Gleichbehandlung vielleicht auch auf das Wesentliche konzentrieren!

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gewerbeverein
Tel.: 01/587 36 33

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