Schütz: Schweinekrieg - Handel lukriert Mehreinnahmen, Konsumenten und Bauern sind Verlierer

Handelsketten sind unangebracht Profiteure der derzeitigen Situation auf dem Fleischmarkt

St. Pölten, (SPI) - "Vor nicht allzu lange Zeit hat der Handel im Bereich des Schweinefleischverkaufes aufgrund der Diskussion um
die Rinderseuche BSE durch höhere Verkaufspreise profitiert und konnte den Absatz von Schweinefleisch maßgeblich steigern. Dabei erzielte Preissteigerungen flossen dem Handel zu, die Bauern als Erzeuger konnten nur beim Direktverkauf vom neuen Kaufverhalten
der Konsumenten profitieren. Auch nach Monaten ist der Handel offensichtlich nicht bereit, hier gestiegene Preise zu einem gewissen Teil an die Bauern und Züchter, aber auch an die Schlachthöfe abzugeben. Die von den Schlachthöfen eingeführten sogenannten "Erfassungsprämien" in der Höhe von 40,- Schilling verschärfen hier nur den seit Monaten schwelenden Konflikt um höhere Erzeugerpreise für die Bauern und Schweinezüchter", kritisiert der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Adolf Schütz.****

"Anstatt hier Konsumenten und Bauern wieder gegeneinander auszuspielen - eine weitere Erhöhung der Konsumentenpreise ist genauso kontraproduktiv wie ein weiteres Sinken der Erzeugerpreise -, sollte der Handel endlich einen Teil seiner gestiegenen Verkaufspreise den Produzenten und Schlachtbetrieben weitergeben. Die Handelsketten sind derzeit völlig unangebracht die Profiteure des Streits zwischen Schlachtern und Bauern - denn die Spannen der gestiegenen Verkaufspreise flossen vollständig in die Taschen der Handelsbetriebe. Der Lieferboykott und die durchgeführten Protestmaßnahmen der Bauern sind daher vorbehaltlos zu unterstützen, allerdings sollten sich Bauern und Schlachter nicht gegenseitig blockieren, denn die Billigstpreise des Handels sind
die wirklichen Auslöser dieses Konflikts", so Schütz abschließend. (Schluß) fa

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