Raser-Kritiker sprechen Punkteführerschein das Wort !

Wien (OTS) - Der Hinweis auf überhöhte Geschwindigkeit als Hauptunfallursache von VP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka ist völlig zutreffend, stellt das Kuratorium für Verkehrssicherheit fest. Tatsächlich seien rund 42 % der Personenschadenunfälle auf nicht angepaßtes Tempo zurückführen, weshalb seitens des KfV seit langem entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen werden. KfV-Direktor Franz Bogner: "Die Forderungen von Abgeordnetem Kukacka sind eine deutliche Unterstützung für die Einführung eines Punkteführerschein-Systems in Österreich." Die Erfahrungen aus Deutschland, Frankreich und England zeigen nämlich eindeutig, daß das Punkteführerschein-System besonders gegenüber der kleinen Gruppe der Raser und Rowdies besonders wirksam ist und für die große Mehrheit der angepaßten Verkehrsteilnehmer einen hohen Schutz bietet. Der Punkteführerschein sei, so das KfV, kein Bestrafungs- sondern ein Bewährungsmodell, da durch die Vergabe von Punkten noch kein Führerscheinentzug, sondern vielmehr eine wesentliche Präventivwirkung erfolge.

Unverständlich bezeichnet das KfV angesichts der umfassenden Maßnahmenvorschläge des KfV die Feststellung von Abgeordneten Kukacka, das KfV habe die Promille-Diskussion besonders heftig geführt: "Diese Heftigkeit ist wohl durch die langjährige Ablehnung der Grenzwertsenkung durch die 0,5-Promille-Gegner hervorgerufen worden." Das KfV setzt sich weiters weit mehr als manche politische Instanzen für die Hebung der Gurtanlegequote ein und hat allein 1997 die Aktion "Känguruh" zur Hebung der Kindersitzverwendung 2.000 Mal in ganz Österreich durchgeführt. Das Schwerpunktthema in der Aufklärungsarbeit des Jahres 1998 ist, wie bereits angekündigt, die Hebung der Gurtmoral.

Es liege auch an den verantwortlichen Politikern, endlich für eine Anhebung der "Trinkgeldstrafe" bei Nichtverwendung des Gurtes von unverändert ÖS 100,-- zu sorgen.

Zum überproportionalen Unfallrisiko bei den 18- bis 26jährigen Verkehrsteilnehmern hat das KfV bereits umfangreiche Konzepte erarbeitet und u.a. auch dem VP-Verkehrssprecher vorgelegt, z.B. ein System einer "2. Ausbildungsphase", einer PS- oder Tempo-Beschränkung für Fahranfänger, sowie auch Modelle für eine Optimierung der Verkehrsüberwachung.

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