Gewerbeverein: Beschlagnahme der Schiele Sammlung

Wien (OTS) - Eine sonderbare "US-Rechtssprechung" hat dazu
geführt, daß zwei Schiele-Bilder aus der österreichischen Stiftung Leopold in USA nach deren Ausstellung im MOMA in New York brutal konfisziert wurden.

Die Sammlung Leopold wurde seinerzeit auf Betreiben des damaligen Wissenschafts- und Kulturministers Dr. Erhard Busek - finanziert durch österreichische Steuergelder - in eine Stiftung übergeführt.

Die jetzige US-Aktion stellt also einen klaren - und international rechtlich bedenklichen - Übergriff auf österreichische Steuergelder dar.

Der Österreichische Gewerbeverein fordert daher die Bundesregierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um das Geld der heimischen Steuerzahler wieder zurückzugewinnen.

Dabei sollte man nicht davor zurückschrecken, sich im Sinne der Widervergeltung auch an US-Eigentum in Österreich schadlos zu halten (immerhin geht es um nahezu 100 Millionen Schilling)

Das mindeste wäre wohl, daß der Außenminister die - zwar sehr sympathische - neue US-Botschafterin vom Diplomatenausflug dieses Wochenende auf den Semmering wieder auslädt. Sie vertritt eben jene US-Administration, deren Gehabe nicht unbedingt einem Rechtsstaat westlicher Prägung entspricht.

Wer sich am Eigentum der Österreicher vergreift, der sollte auch Konsequenzen zu verspüren bekommen. Die Republik kann sich unmöglich zum Faustpfand eines Herrn D'Amato degradieren lassen.

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Österreichischer Gewerbeverein
Tel.: 01/587 36 33

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