Greenpeace begrüßt Prammers Nein zu Gentech-Mais Greenpeace: Jetzt muß Pioneer den Antrag zurückziehen - Morgen entscheidet EU über Österreichs Importverbot für Gentech-Mais

Wien (OTS) - In einer ersten Reaktion begrüßte Greenpeace heute die ablehnenden Äußerungen von Ministerin Prammer hinsichtlich der geplanten Freisetzungen von Gentech-Mais. "Zumindest Ministerin Prammer hat damit ihr Wort gehalten, in Österreich auf einem Moratorium für Gentech-Freisetzungen zu bestehen," meinte Greenpeace-Sprecherin Susanne Fromwald. "Greenpeace fordert nun Pioneer Hi-Breed auf, den Freisetzungsantrag sofort zurückzuziehen. Die Gentech-Industrie muß endlich zur Kenntnis nehmen, daß Gentechnik auf den Feldern im Bio-Land Österreich unerwünscht ist." Greenpeace wird die Einwendungs-Kampagne auf jeden Fall weiterführen. "Wir rufen die Österreicherinnen und Österreicher dringend auf, sich durch die Prammer-Äußerungen nicht zu früh beruhigen zu lassen. Bitte sammeln Sie unbedingt weitere Einwendungen gegen die Gentech-Freisetzungen!" appelliert Schickhofer.

Bei Greenpeace laufen unterdessen die Telefone heiß, sodaß die Telefonanlage immer wieder überlastet ist. Aber trotz besetzter Leitungen und mitunter längerer Wartezeiten haben bisher mehr als 1000 Anrufer Einwendungspostkarten bestellt. Insgesamt wurden bis Donnerstag früh mehr als 10.000 Einwendungspostkarten verschickt. Während Österreich gegen den Gentech-Mais von Pioneer Hi-Breed mobil macht, wird der EU-Länderausschuß morgen über Österreichs Importverbot für den Gentech-Mais von Novartis entscheiden. Die Abstimmung war am 5. November 1997 verschoben worden, weil die EU-Kommission keine ausreichende Mehrheit gegen Österreichs Importverbot zustandegebracht hatte und noch einen "Bt-Resistenzmanagement-Plan" vorlegen wollte. Dieser Plan soll Schäden durch Insekten-Resistenzen gegen Bt-Gentechmais verringern -liegt aber bis heute noch nicht vor. Vor allem die Biobauern befürchten gravierende Ernte-Schäden durch Bt-resistente Insekten. "Greenpeace fordert die EU-Staaten auf, Österreich zu unterstützen und nicht gegen das Importverbot zu stimmen," sagte Greenpeace-Sprecherin Fromwald. "Sollte die EU Österreichs Importverbot dennoch ablehnen und damit gegen das Vorsorgeprinzip verstoßen, dann muß Österreich die Kommission beim EuGH klagen."

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