Keine Angst vor dem Euro - Europa-Parlament debattiert Details der Währungsunion

Verbraucher - Betriebsverlagerungen - Eisenbahnen - Drogenpolitik auf TO in Straßburg

Wien (OTS) - Wie wird sich der Euro auf die Kapitalmärkte auswirken? Sind die externen Aspekte der Währungsunion beherrschbar? Welche Rolle wird in der Zukunft dem elektronischen Geld zukommen? Und last but not least: Wie kann die einheitliche Währung so verbraucherfreundlich wie möglich eingeführt werden? Mit diesen zentralen Fragen der kommenden Währungsunion wird sich das Europäische Parlament laut Tagesordnung auf seiner nächsten Sitzung vom 12. - 16. Jänner in Straßburg intensiv beschäftigen. Besonders die Rechte der Konsumenten liegen dem EP dabei am Herzen: Durch die Einführung des Euro dürfen ihnen keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Da die EU-Staats- und Regierungschefs bereits Anfang Mai in Brüssel mit ihrer Entscheidung über die Euro-Teilnehmer die letzte Runde der Währungsunion einläuten werden, drängt das Europa-Parlament auf eine schnelle Klärung der noch offenen Punkte. Es spielt beim Start für den Euro ebenfalls eine wichtige Rolle, muß es doch im Anschluß an den Europäischen Rat den Beschluß darüber, welche Länder sich für diese erste Welle qualifiziert haben, absegnen.

Neben dem Euro will das Europa-Parlament auf seiner Jänner-Tagung noch das Problem der Verlagerung von Betrieben ins Ausland diskutieren; außerdem steht ein Bericht über die Revitalisierung der Eisenbahnen auf der Tagesordnung. Die Kommission wird einige mündliche Anfragen zu beantworten haben, etwa in bezug auf ein neues Strukturfonds-Ziel "Alpen-Berggebiete" oder den Stand der Transitverhandlungen mit der Schweiz.

Heiße Debatten sind zweifellos zum vorgesehenen Thema 'Harmonisierung der Drogengesetze der Mitgliedstaaten' angesagt; hier hat sich der zuständige EP-Ausschuß nämlich auf einige durchaus kontroversielle Forderungen geeinigt. So soll die Union auf der nächsten Generalversammlung der UN zum Thema Drogen dafür eintreten, allen Vertragsparteien die Möglichkeit einzuräumen, den Konsum illegaler Drogen straffrei zu stellen, den Handel und die Herstellung von Cannabis zu regulieren und die ärztliche Verschreibung von Methadon und Heroin zuzulassen. Ob sich das Plenum den Ansichten des Ausschusses anschließen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich lädt dazu zu einem Pressegespräch:

Thema: Plenartagung des Europa-Parlaments 12. - 16. Jänner in Straßburg - Vorbriefing
Ort: Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich Kärntner Ring 5-7, 1010 Wien, 6. Stock
Zeit: Freitag, 9. Jänner 1998, 11.00 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

Informationsbüro des Europäischen Parlaments für
Österreich
Mag. Michael Reinprecht
Tel.: 01/51617-200

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