Nowohradsky: Fahrlässigkeit von Ministerin Prammer in Sachen Genmais-Freisetzung

Betroffene wurden zuerst über die Medien informiert

Niederösterreich, 8.1.1998 (NÖI) Auf das Schärfste kritisierte heute LAbg. Herbert Nowohradsky das Verhalten von Konsumentenschutzministerin Prammer in Sachen Gen-Mais-Freisetzungsantrag. So habe er, als betroffener
Landtagsabgeordneter des Bezirkes Gänserndorf in der Vorwoche aus den Medien erfahren müssen, daß die Gemeinde Zistersdorf von den Plänen betroffen sei. "Es kann nicht sein, daß die Betroffenen überhaupt nicht, oder erst viel zu spät von derartig wichtigen und gefährlichen Vorhaben informiert werden. Ministerin Prammer hat hier grob fahrlässig gehandelt", so der Abgeordnete weiter.****

In Richtung der Grünen meinte Nowohradsky, daß deren Aufforderungen an die betroffenen Bürgermeister völlig überflüssig seien. "Diese haben sich, nachdem sie von Frau Prammer viel zu
spät informiert wurden bzw. von den Plänen aus den Medien erfahren haben, gegen die Freisetzung ausgesprochen. Die Grünen sollten
sich daher an die zuständige Ministerin wenden", so Nowohradsky.

Nowohradsky wies in diesem Zusammenhang auf die Einstellung Niederösterreichs zu derartigen Versuchen hin: "Wir werden einem derartigen Vorgehen sicherlich nie zustimmen, bevor nicht 100%ig ausgeschlossen werden kann, daß es dadurch keine Gefahren für die Natur und den Menschen geben wird. Unsere Einsprüche gegen die geplante Freisetzung von genverändertem Mais werden
dementsprechend klar ausfallen", betonte Nowohradsky.

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