AK Tumpel: Berufsbildende Schulen effizienter machen Berufsausbildungs-Abgabe soll Lastenausgleich herbeiführen

Wien (OTS) - Eine Anpassung der Ausbildung an den
Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen an die modernen Anforderungen der Jugendlichen und des Arbeitsmarkts forderte
heute AK Präsident Herbert Tumpel gemeinsam mit ÖGB Präsident Fritz Verzetnitsch auf einer Pressekonferenz in Wien. Gemeinsam
mit dem ÖGB fordert die AK eine Steigerung der Qualität der Ausbildung und Maßnahmen gegen die hohen drop-out-Raten. Außerdem müsse endlich der Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben herbeigeführt werden, dazu schlagen AK und ÖGB die Einführung einer Berufsausbildungsabgabe für nichtausbildenden Betriebe vor. ****

Fast die Hälfte (etwa 50.000) aller Schülerinnen und Schüler der zehnten Schulstufe wechseln in eine berufsbildende Schule. Die eingesetzten Mittel besser nutzen, die Berufsausbildung
effizienter machen: Neben der Einführung einer Berufsfachschule müßten die bestehenden berufsbildenden Schulen dem geänderten Bedarf besser angepaßt werden, fordert AK Präsident Tumpel.

Derzeit seien die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in unzählige Fachbereiche aufgesplittert. Daher solle überprüft werden, wie größerflächige Ausbildungsgänge mit breiteren Zukunftschancen für die Jugendlichen gebildet werden können. Als großes Problem bezeichnet Tumpel die hohen drop-out-Raten an den berufsbildenden Schulen. Die Schuloberstufen sollen auf ein Modulsystem umgestellt werden, damit nicht ganze Schulstufen wiederholt werden müssen. Jugendliche mit negativem Abschluß in einzelnen Fächern dürften nicht in die Chancenlosigkeit entlassen werden. Überdies sollen die Lehrpläne auf ihre Aktualität und Arbeitsmarktrelevanz überprüft werden. Die bisherigen Pflichtpraktika dienten weniger der Ausbildung, sondern eher der Bereitstellung billiger Arbeitskräfte. Daher sollten sie in entsprechend entlohnte Betriebspraktika umgewandelt werden.

Lastenausgleich herstellen

Zur Finanzierung der Berufsausbildung erhob der AK Präsident
erneut die Forderung nach einem Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben. In der Baubranche
mit den Lehrbauhöfen, die aus einer allgemeinen Umlage finanziert würden, und ein Vorarlberger Modell zeigten, daß eine Berufsausbildungs-Abgabe zur Finanzierung ein machbarer und richtiger Ansatz sei.

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