Honkgong, trotz Finanzkrise, aussichtsreicher Markt in Fernost

"Business as usual" gilt auch nach der Übergabe an China - I-IX 1997: Österreichs Export um fast ein Viertel gestiegen

Wien (PWK) - Ein halbes Jahr nach der Vereinigung mit der VR China bietet sich Hongkong verstärkt als Tor zum chinesischen Mark an -sowohl für Exporte und Importe als auch für Investitionen und Joint Ventures, meldet Handelsdelegierter Alfred Mayer. Die frühere Unsicherheit werde zunehmend von Vertrauen in die Zukunft abgelöst. Österreichs Handelsbeziehungen mit Hongkong, die 1996 zurückgegangen waren, haben sich im Vorjahr wieder deutlich belebt: in den ersten neun Monaten 1997 sind die Exporte um 24,2 Prozent auf 2,7 Mrd.S angestiegen, die Importe nahmen um 18,3 Prozent auf 1,9 Mrd.S zu. ****

Auch wenn das Tagesgeschäft wieder Vorrang vor spekulativen Befürchtungen gewonnen hat, so besteht nun die Sorge wegen möglicher weiterer Auswirkungen der südostasiatischen Finanz-und Währungskrise, erklärt Mayer. Allgemein werde mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gerechnet. Das Festhalten am harten Hongkong-Dollar habe überdies zum Ausbleiben vieler Touristen und zu einer verstärkten Konkurrenz im Export durch währungsschwächere südostasiatische Länder geführt.

Der Privatkonsum - besonders Luxusgüter - , die private Investitionsneigung und die (überhitzten) Immobilienpreise gehen deutlich zurück. Letzteres brächte allerdings den Vorteil, daß nun Niederlassungen ausländischer Firmen wieder erschwinglicher werden, meint Mayer.

Dennoch bleibt Hongkong ein wichtiger und zukunftsreicher Markt für Österreich, ist der Handelsdelegierte überzeugt. Abgesehen von der wichtigen Funktion als Drehscheibe für China und für den gesamten südostasiatischen Raum bietet das Territorium interessante Geschäftsmöglichkeiten im Infrastrukturausbau, im Bauwesen (Wohnungen) und im Umweltschutz. Die Investitionen in diesen Bereichen zeigen keinerlei Anzeichen von Rückgang.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat ihr Programm 1998 auf diese Chancen abgestimmt und plant unter anderem zwei Wirtschaftsmissionen nach Hongkong (eine in Verbindung mit Yunnan, Guangxi und Zhuang zum Thema "Agroindustrie und Bauwesen", die zweite, die auch nach Macao führen wird, zum Thema Konsumgüter) sowie Gruppenbeteiligungen an sechs Fachmessen in Hongkong.

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