VP-Strasser zu Prammer: In Gen-Diskussion Bürgermeister nicht im Regen stehen lassen

Konsumentenschutzministerin soll Versprechen vom Juni einhalten

Niederösterreich, 7.1.98 (NÖI) "Konsumentenschutzministerin Prammer muß in der Causa 'Gen-Mais-Freisetzungsantrag' endlich Klarheit schaffen, denn was gut und notwendig in der Medizin
ist, ist möglicherweise brandgefährlich in Natur und Nahrung. Daher muß sie die Bevölkerung entsprechend informieren und die
von ihr abgegebenen Versprechungen auch einhalten. Keinesfalls
darf sie die betroffenen Bürgermeister im Regen stehen lassen, indem sie die Verantwortung auf diese abwälzt", stellte LAbg.
Dr. Ernst Strasser fest. ****

Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und die Volkspartei Niederösterreich sei immer klar gewesen, daß die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen rigoros abgelehnt werde, solange
Risiken für Mensch und Umwelt nicht 100%ig ausgeschlossen
werden können. "Jetzt ist Frau Prammer am Zug, sie ist einzig
und allein zuständig, wie sie selbst in einer Aussendung vom
10. Juli 1997 eindeutig festgestellt hat", so Strasser. Prammer
wies damals darauf hin, daß '...entgegen etlicher Behauptungen,
die Gentechnik sehr wohl in ihre Zuständigkeit als
Verantwortliche für den Konsumentenschutz falle.

Strasser erinnerte die Konsumentenschutzministerin zudem an
ihr Versprechen vom Juni des vergangenen Jahres, daß es in den nächsten fünf Jahren keine Freisetzungen geben werde. "Ich vermisse von Prammer auch eine entsprechende
Informationspolitik. Schließlich habe sie in Zusammenhang mit
den Freisetzungsanträgen davon gesprochen, daß die Bevölkerung 'selbstverständlich bestens informiert' werde. Davon war leider bisher nichts zu merken", so Strasser.

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