Zehn Jahre APA-Datenbanken: Quantensprung der Informationsversorgung

Konvergenz von Realtime-News und Datenbank-Informationen -"Lokomotive des Unternehmens-Erfolgs" - Teil 1

Wien (OTS) - Im Jänner 1988 hat die APA, die österreichische Nachrichten- und Wirtschaftsagentur, erstmalig begonnen, ihren Basisdienst elektronisch abzuspeichern und ihren Kunden in Form einer Datenbank interaktiv zugänglich zu machen. "Heute, ein Dezennium später, haben wir mehr als 100 Datenbanken mit rund zehn Millionen Dokumenten auf unserem System und sind der größte Datenbank-Anbieter Österreichs", sagte Wolfgang Vyslozil, Geschäftsführer der APA-Austria Presse Agentur, anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der APA-Datenbanken. Pro Tag wird das System um durchschnittlich 6.000 Dokumente erweitert. Mit Ende vergangenen Jahres hatte allein die Datenbank des APA-Basisdienstes etwa 1,5 Mio. Meldungen. ****

Hinter der Geschichte der APA-Datenbanken verbirgt sich aber mehr als bloß ein Zehn-Jahres-Jubiläum. "lnfo-Highway" und "digitale Mediengesellschaft", die sich durch das Zusammenwachsen von Medien, Computer und Telekommunikation definieren, wurden zu Schlagworten der neunziger Jahre. "Die APA hat diese Konvergenz mit einem hoch innovativen Konzept unternehmensintern schon vor zehn Jahren in die Praxis umgesetzt", erklärte Vyslozil. Durch die frühzeitige lntegration von Inhalten, digitalen Informationssystemen und Telekommunikation mittels komplexer Information-Engineering-Prozesse zählt die APA weltweit mit zu den Pionieren auf dem Gebiet der interaktiven Medien. Als zentrale Vision für die Entwicklung des APA-spezifischen Konvergenz-Modells wurde vor bereits 15 Jahren im Rahmen der strategischen Unternehmungsplanung der APA die Idee der Interaktivität formuliert. Danach sollten grundsätzlich alle Genossenschafter und Kunden "auf der Basis einer Zwei-Weg-Kommunikation" auf die in den Datenbanken der APA zu speichernden Inhalte zugreifen können. Im Rahmen eines mehrjährigen Stufen-Planes wurde vor 13 Jahren zunächst die notwendige Telekom-Infrastruktur in Form des APA eigenen, österreichweiten Mehrwertverbundnetzes (MVN) als eines der ersten privaten Hochleistungs-Datennetze errichtet. Als nächster Schritt wurde dann vor 10 Jahren die erste Datenbank implementiert. "Ohne konsequente strategische Unternehmensplanung in den letzten 15 Jahren hätte die APA ihre heutige Position nicht erreichen können", sagte Vyslozil. Eigentliches Erfolgsgeheimnis des APA-spezifischen Konvergenz-Modells ist die Kombination von hochaktuellen Real-Time-News mit retrospektiven Datenbank-Informationen. Diese gleichzeitige Integration von traditionellem Verteilsystem und interaktivem Abrufsystem auf einer Oberfläche und Plattform, nämlich "APA-Online", habe laut Vyslozil für die Nutzer zu einer "neuen, hochwertigen lnformationsqualität in bisher nicht gekannter Vielfalt und Tiefe" geführt. Durch die damit verbundene substantielle Steigerung der Wertschöpfung habe sich das APA-Konvergenz-Modell und damit das Datenbankkonzept der APA als "Lokomotive des Unternehmens-Erfolgs" in den letzten 10 Jahren erwiesen.

APA-Chefredakteur Wolfgang Mayr sieht durch die APA-Datenbanken vor allem im journalistischen Bereich eine "unheimliche Arbeitserleichterung und Qualitätsverbesserung" gegeben. "Für die Arbeit in der Redaktion ist die Datenbank nicht mehr wegzudenken, weil jeder, der am System angeschlossen ist, das Archiv direkt an seinem Arbeitsplatz hat und in der Folge Zugriff auf alles, was auf den APA-Datenbanken liegt: Agenturen, Zeitungen, Magazine, Firmenprofile. Man kann viel leichter den nötigen Hintergrund einweben oder einen fehlenden Vornamen suchen. Es ist ein Quantensprung", so Mayr.

(Forts.)

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