Debut des Ford DIATA mit hoher Kilometerleistung auf der Automobilaustellung in Detroit

Detroit (ots-PRNewswire) - Heute wurde auf der nordamerikanischen internationalen Automobilausstellung der Ford P2000 DIATA aus dem Hause Ford ein revolutionärer Prototyp unter den Familienautos, der auf 100 km nur ca 3,7 l Kraftstoff verbraucht, vorgestellt.

Der neueste P2000 - mit dem völlig neuen Ford-Alu-Motor mit 1,2 Litern Hubraum, dem DIATA mit Kompressionszündung und Direkteinspritzung - stellt einen gigantischen Fortschritt auf dem Weg zur Herstellung von leichten, umweltfreundlichen Fahrzeugen mit hervorragenden Werten in puncto Wirtschaftlichkeit und Schadstoffausstoß, dar.

Der P2000 der nächsten Generation wird ein mittelgroßes Fahrzeug, etwa von der Größe des heutigen Taurus. Aber er wird ungefähr 40 Prozent weniger wiegen, also ca. 900 kg. Der technisch hochentwickelte DIATA-Motor ist für den P2000 maßgeschneidert, könnte jedoch auch in die meisten Ford-Kleinwagen eingebaut werden.

"Was Ford von der Konkurrenz abhebt, ist das oberste Ziel, Fahrzeuge in großen Mengen und zu vernünftigen Kosten zu produzieren, ohne daß dies zu Lasten von Komfort, Leistung, Sicherheit und anderen Kundeninteressen geht", sagte der Vorsitzende von Ford Automotive Operations, Jac Nasser. "Wir beabsichtigen, unseren Kunden genau die Art von Fahrzeug anzubieten, die sie wünschen, und zwar unter bedeutender Reduzierung der umweltschädlichen Auswirkungen."

Der DIATA Motor wird als Direkteinspritzer mit den niedrigsten Emissionswerten und der höchsten Leistungsdichte betrachtet, der jemals in der Geschichte der Automobilindustrie entwickelt worden ist.

Der DIATA ist effizient genug, um bereits für sich allein als bahnbrechend angesehen zu werden, aber er ist auch eine Schlüsselkomponente für das technisch hochentwickelte Hybridantriebssystem von Ford. Und er ist ein Durchbruch auf dem Weg zu zukünftigen Fahrzeuggenerationen.

Ziel des P2000-Programms ist die Entwicklung eines Mittelklassewagens, der 40 Prozent weniger wiegt als die heutigen Fahrzeuge, mit einem dreifach höheren Kraftstoffnutzungsgrad im Vergleich zu den heutigen Familienlimousinen und mit sehr niedrigen Emissionen - wobei außerdem den Kundenerwartungen in puncto Sicherheit, Leistung, Lebensdauer, Komfort und Erschwinglichkeit entsprochen werden soll.

"Wir sind der Meinung, daß das P2000-Programm in der Automobilindustrie führend ist, weil es alle notwendigen Attribute eines umweltverträglichen Produkts kombiniert, das vom Kunden auch tatsächlich akzeptiert werden kann," sagte Nasser. "Im Laufe dieses Jahres werden wir mit der Fertigstellung des elektrischen Hybridmotors für den P2000 einen weiteren wichtigen Meilenstein erreichen. Und um das Jahr 2000 werden wir eine betriebsfähige Brennstoffzelle haben."

Der innovative DIATA-Motor nimmt die Herausforderungen an

DIATA steht für Direct Injection, Aluminium, Through-bolt Assembly (Direkteinspritzung, Aluminium, Montage mit durchgehenden Bolzen). Diese drei Merkmale sind die Lösung für die wichtigsten Probleme, die mit der Entwicklung eines sauberen, wirtschaftlichen und leichten Motors verbunden sind.

"Ein Aluminiummotor bietet uns Leistung, Effizienz und niedrigen Schadstoffausstoß in einem", sagte Rich Belaire, technischer Gruppenleiter im Ford Forschungslabor, der an der Entwicklung des Motors beteiligt war. "Mit den 16 Zoll starken 'durchgehenden Bolzen' vom Zylinderkopf durch den Motorblock zu einer einzigartigen Auflageplatte anstelle der konventionellen Kurzbolzen entsteht eine effektivere Kompression im Motor. Dies minimiert Verwerfungen, verstärkt die Festigkeit in großem Umfang und gibt gleichzeitig mehr Raum für den Kühlmittelfluß durch den Motorblock zur Reduktion der Wärmeentwicklung."

Zusammen mit einem technisch hochentwickelten, höchst flexiblen, gemeinsamen Benzindirekteinspritzsystem hat der DIATA-Motor einen Wärmewirkungsgrad von über 40 und sorgt damit für die Leistung und die Feinabstimmung, die von heutigen Mittelklassewagen verlangt werden.

Systemorientierte Vorgehensweise - der Schlüssel zum Erfolg des P2000

Ford hat über 20.000 Arbeitsstunden in die Computer-Modellentwicklung des P2000 gesteckt. Vermutlich handelt es sich dabei um die aufwendigste Computeranwendung, die jemals für ein Versuchsfahrzeug eingesetzt wurde.

"Von Anfang an haben wir uns auf eine systemorientierte Vorgehensweise konzentriert - und wir haben einen erstklassigen Motor konstruiert und den Einsatz von Leichtbaumaterialien optimiert", sagte Ross Witschonke, Ford-Direktor des Programms 'Partnership for a New Generation of Vehicles' (PNGV) (Partnerschaft für eine neue Fahrzeugeneration), ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Automobilhersteller, der amerikanischen Bundesregierung und anderen Teilnehmern zur Produktion von kraftstoffsparenden revolutionären Fahrzeugen.

Jedes Bauteil des P2000 wurde im Hinblick auf Gewichteinsparung konzipiert, ohne Abstriche an Sicherheit, Festigkeit, Fahreigenschaften und Lebensdauer. Die Ingenieure optimierten ebenfalls die Gewichtseinsparung auf der nächsten Ebene. So könnten z.B. bei leichteren Fahrzeugen kleinere Federn und Stoßdämpfer verwendet werden.

Die für den P2000 verwendeten Leichtbaumaterialien umfassen Aluminium - den Hauptbestandteil für die Karosserie und den Motor -Kohlefasern, Magnesium sowie Titan. Die heutigen Mittelklassefahrzeuge enthalten über 900 kg Stahl und andere eisenhaltigen Stoffe, gegenüber einem Anteil von ungefähr 226 kg beim P2000.

Hybridantriebssysteme und Brennstoffzellen - eine Option für die Zukunft

Mit dem DIATA-Motor als Basis für die nächste Generation der Hybridfahrzeuge P2000, die voraussichtlich im Frühjahr fertiggestellt sein wird, entwickeln unsere Ingenieure ein Niedrigenergie-Speichersystem, bei dem eine kleine, hochleistungsfähige Batterie zum Einsatz kommt, die nach dem Abbremsen oder aus dem Stand für einen schnellen Neustart des Motors sorgt.

Der nächste Prototyp, ein Wasserstoff-Forschungsfahrzeug mit Brennstoffzelle, hat einen Elektromotor, der mit flüssigem oder komprimiertem Wasserstoff und Luftsauerstoff zur Erzeugung von Strom betrieben wird. Die Emissionen liegen bei Null, und die Notwendigkeit von schweren Batterien entfällt.

Als Zwischenschritt haben Ford, das amerikanische Energieministerium und die Firma International Fuel Cells of Connecticut im Oktober eine bahnbrechende wasserstoff-betriebene Brennstoffzelle mit Protonen-Austausch-Membran angekündigt, so daß die Notwendigkeit eines Kompressors entfällt. Die kanadische Regierung hat außerdem mit Ballard Power Systems aus Vancouver, British Columbia, einen Vertrag über die Herstellung einer Brennstoffzelle für ein Ford P2000-Testfahrzeug geschlossen.

"Das Brennstoffzellen-Fahrzeug mit Wasserstoffdirektbetrieb gibt uns Anlaß zu großen Hoffnungen auf unserem Weg zum Einsatz erneuerbarer Energiequellen", sagte Nasser. "Allerdings sehen wir uns noch wichtigen Problemen in puncto Erschwinglichkeit und Energiespeicherung sowie bei der Schaffung einer Infrastruktur zum Nachtanken von Wasserstoff gegenüber."

Das Projekt P2000 steht in Verbindung mit Fords Beteiligung am Programm Partnerschaft für eine neue Fahrzeuggeneration (PNGV). PNGV ist ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Automobilhersteller, der amerikanischen Bundesregierung und anderer Teilnehmer mit dem Ziel, bahnbrechende Kraftstoffeinsparungen zu erzielen.

Sechzig Zulieferer sind direkt am P2000 beteiligt, zusammen mit über 100 zweit- und drittrangigen Zulieferern. Die meisten der größeren nordamerikanischen Aluminiumgesellschaften wirken mit, ebenso die wichtigsten Motorenbauer.

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