North-South-Freight-Freeway startet mit 1. Februar 1998

Wien (OTS) - Die Infrastruktur-Manager der Österreichischen Bundesbahnen, der niederländischen Railned, der Deutschen Bahn AG (DB AG), der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) und der Italienischen Staatseisenbahnen (FS) haben transeuropäische Schienengüterverkehrsrouten auf drei Korridoren zwischen Nordseehäfen und Mittel- bzw. Südeuropa eingerichtet (North-South-Freight-Freeway). Damit bieten die Infrastruktur-Manager auf bestehenden internationalen Eisenbahnrouten Fahrplantrassen an, die von allen Eisenbahnunternehmen in ihrem Gesamtlauf genützt werden können.

Am 1. Februar 1998 wird der North-South-Freight-Freeway - ein Projekt der Europäischen Union, der Verkehrsminister der betroffenen Länderund der am Freight-Freeway beteiligten Eisenbahnen - seinen Betrieb auf folgenden Korridoren aufnehmen:

1. Rotterdam/Bremen/Hamburg- Nürnberg - Passau - Wien
2. Brindisi-Verona-Brennero/Brenner - Innsbruck - München - Bremen/Hamburg
3. Gioia Tauro (nahe Messina) - Genua - Domodossola/Chiasso - Basel - Rhein/Ruhr - Rotterdam

Ab dem Winterfahrplan 1998/99 werden auch die Skandinavischen Staaten am North-South-Freight-Freeway teilnehmen.

Als gemeinsames Buchungsbüro für alle Korridore nehmen One-Stop-Shops (OSS) ihren Betrieb ab sofort auf. Diese Bezeichnung bringt zum Ausdruck, daß Kunden - das sind Eisenbahnunternehmen, die Güterverkehr betreiben - erstmals einen einzigen Ansprechpartner im Infrastruktur-Management für eine gesamte internationale Route haben.

Die One-Stop-Shops haben folgende Aufgaben:

  • Identifizierung und Vermarktung von Kapazitäten für Güterverkehr auf definierten internationalen Routen
  • Rasche Reaktion auf Anfragen von Eisenbahnunternehmen, die Freight-Freeways benützen wollen, vor allem durch Versorgung mit Informationen über
  • Tarife für die Benützung der Infrastruktur bei allen beteiligten Eisenbahnen
  • Angebot an Zusatzleistungen
  • Aktuelle Trassenführung der Züge
  • Technische Parameter für Routen und Einrichtungen Als Informationsmittel wird unter anderem das Internet zur Verfügung stehen.
  • Abschluß der Verträge für die Benützung der Infrastruktur im Namen der jeweils betroffenen Infrastruktur-Manager

Die ÖBB werden für die Koordinierung des One-Stop-Shops im Korridor Rotterdam/Bremen/Hamburg-Wien verantwortlich sein. Die DB AG wird diese Funktion für den Korridor Hamburg/Bremen/Bremerhaven-Brindisi einnehmen, die FS für den Korridor Rotterdam-Gioia Tauro.

Ab sofort stehen die One-Stop-Shop-Manager für jegliche Information betreffend die Freight-Freeway-Korridore zur Verfügung. Von 15. bis 19. Jänner 1998 sind konzessionierte Eisenbahnunternehmen eingeladen, Trassenbestellungen bei den One-Stop-Shops abzugeben.

Trassenbestellungen für den Fahrplan 1998/99 (ab 24. Mai 1998) werden bis 27. März 1998 entgegengenommen.

Die Adresse für den One-Stop-Shop Österreich lautet:
Österreichische Bundesbahnen
Geschäftsbereich Betrieb/Trassenmanagement
Elisabethstraße 9
1010 Wien

One-Stop-Shop-Manager für die ÖBB ist Herr Rudolf Dolezal.

Durch die Einführung der Freight-Freeways beabsichtigen die beteiligten Bahnen den internationalen Schienengüterverkehr noch effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen.

Gemeinsame Presseaussendung von ÖBB, Railned, DB AG, SBB, BLS und FS anläßlich der Einrichtung von One-Stop-Shops auf dem North-South-Freight-Freeway

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB-Kommunikation,
Birgit Drapela
Tel.: (01) 5800-35188
Fax.: (01) 5800-25010

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB/OTS