Greenpeace: Erste Erfolge gegen Gentech-Freisetzungen

Pioneer-Überrumpelungstaktik von Bauern funktioniert nicht -vorerst keine Freisetzungen in der Steiermark

Wien - Greenpeace begrüßt die Ankündigung der beiden steirischen Landwirte aus Stocking und Dobl, ihre Felder nun doch nicht für Pioneers Gentech-Freisetzungen zur Verfügung stellen zu wollen. Weitere Bauern haben Greenpeace gegenüber ihren Unmut über die Vorgangsweise von Pioneer zum Ausdruck gebracht. "Die Firma Pioneer hat scheinbar mit den betroffenen Bauern keine ordentlichen Absprachen getroffen und die Bauern zuwenig über ihre Vorhaben informiert. Einzelne Bauern - auch aus Niederösterreich - sagen uns, sie wüßten nichts von Freisetzungen auf ihren Feldern. Pioneer hat sich hier offenbar verkalkuliert, denn die betroffenen Bauern spielen bei dieser Überrumpelungstaktik nicht mit.", kritisiert Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Als erster stieg der Stockinger Landwirt Hubert Gobly aus. Bereits am Mittwoch erklärte er, nichts von geplanten Pioneer Freisetzungen auf seinen Feldern zu wissen. Die Kleine Zeitung berichtete darüber. Gegenüber Greenpeace bestätigte Gobly seine Absicht, keine Freisetzungen auf seinen Feldern zuzulassen. Freitag abend kündigte Josef Schreiner, Landwirt in Dobl bei Graz an, ebenfalls - entgegen den Angaben von Pioneer -keine Gentech-Freisetzungen durchführen zu wollen. "Die beiden geplanten steirischen Freisetzungsstandorte sind somit hinfällig geworden", freut sich Fromwald und hofft "Weitere Bauern werden folgen!" Unabhängig von diesen ersten Erfolgen startet Greenpeace am 7. Jänner 1998 eine Einwendungskampagne. Einwendungspostkarten sind ab 7. Jänner bei Greenpeace erhältlich.

Weitere Informationen:
Mag. Susanne Fromwald: 01 / 713 00 31 - 24
Bettina Tasser: 01 / 713 00 31 - 29 oder 0664 / 33 86 503

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