FWVÖ fordert Wettbewerbsgleichheit

"Keine Multiplikation von gewerblichen Bauern-Privilegien!"

Wien (OTS) - Als unernst bezeichnete der Vizepräsident des Freien Writschaftsverbandes Österreich (FWVÖ) Abg.z.NR Günter Kiermaier die Forderungen der Bauern zur Gewerbeordnungsreform. Kiermaier: "Niemand kann angesichts der umnbestrittenen bäuerlichen Privilegien im Berich der Steuern und Sozialabgaben ernsthaft von einer gewerblichen Benachteiligung der Landwirte sprechen!". Vielmehr müßte alles daran gesetzt werden, die gewerblichen Nahversorger und die Dorfwirtshäuser neu zu beleben, so Kiermaier.

Am Widerstand der Bauern war die für Dienstag geplante Verabschiedung der Gewerbeordnungsreform im Ministerrat gescheitert. Die Landwirte forderten eine Erweiterung ihrer Direktvermarktungsrechte sowie die Möglichkeit, Fremdprodukte zu verkaufen. Für den Freien Wirtschaftsverband eine ernste Bedrohung der Lebensfähigkeit des lokalen Handels und der ländlichen Gastronomie. Kiermaier kritisiert vor allem den zunehmenden Mißbrauch der Direktvermarktungsrechte: "Die Zukäufe nehmen doch jetzt schon ständig zu. Beim Mostheurigen, auf den Bauernmärkten und sogar im Ab-Hof-Verkauf!"

Die Bauern seien ohnehin bereits in einer ungleich günstigeren Startposition als Händler oder Gastwirte. Die Einheitswertpauschalierung ermöglicht eine günstige steuerliche Behandlung, Nebeneinkünfte werden kaum kontrolliert. Kiermaier: "Dazu kommt noch die sozialabgabenfreie Beschäftigung der Großfamilie im eigenen Betrieb und die völlige Freiheit bei den Ladenöffnungszeiten!"

Trotz der unterschiedlichen Standpunkte möchte Kiermaier den Landwirten eine Brücke bauen. Für den FWVÖ würde eine Kooperation auf lokaler Ebene sehr sinnvoll sein. "Auf Basis eines regionalen Produktmarketings sollten die Gastronomen und Nahversorger einer Region jene Produkte verkaufen, die von den Bauern dieser Region produziert werden"! Die Bauern könnten auf diesem Weg höhere Preise erzielen und die Konsumenten hätten die Sicherheit über den lokalen Ursprung der Produkte. "BSE und Gentechnik in der Nahrung wären kein Thema mehr!", beschreibt Kiermaier seine Zukunftsperspektive.

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