Vorausmeldung zu News Nr. 9/97 (27.02.1997)

Wien (OTS) - Überraschende Wende im Ausländer-Streit um Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Karl-Heinz Grasser.

- Die morgige Ausgabe von News berichtet: Grassers Autofirma beschäftigte illegal Ausländer.

- Grassers Familie deshalb Ende 1993 wegen Verstoßes gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz verurteilt.

Die von der FPÖ letzte Woche begonnene Diskussion um die Beschäftigung von Ausländern in Österreich nimmt jetzt eine überraschende Wende. Der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Karl-Heinz Grasser, der per Weisung die öffentliche Förderung von Betrieben, die Ausländer beschäftigen stoppen wollte, kommt nun selbst unter Druck.

Die morgige Ausgabe des Nachrichtenmagazins News berichtet, daß Grassers Familienbetrieb, das Autohaus Allrad Grasser, vor drei Jahren wegen der gesetzeswidrigen Beschäftigung von Ausländern verurteilt wurde.

Laut Recherchen von News wurde das Klagenfurter Autohaus Grasser, das von Grassers Vater geführt wird und in dem der heutige Landeshauptmann-Stellvertreter vor seiner politischen Karriere gearbeitet hat, am 3. Dezember 1993 beim Magistrat der Stadt Klagenfurt wegen Verstoßes gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz angezeigt. Eine Überprüfung hatte ergeben, daß Grassers Familienbetrieb einen Ausländer beschäftigte, der über keine Arbeitsgenehmigung verfügte. Die Firma bekannte sich schuldig. Das Autohaus Grasser wurde am 20.02.1994 zu einer Geldstrafe von S 5.000,-- verurteilt. Die Verurteilung ist rechtskräftig.

Bis zu diesem Vorfall hatte das Autohaus Grasser insgesamt 14 Ausländer aus Polen, Slowenien, Kroatien, Jugoslawien und Bonsien als Mechaniker-Helfer, Lackierer und Autowäscher eingesetzt.

Nach der Verurteilung stoppte das Autohaus der Familie Grasser die Beschäftigung aller Ausländer. Heute ist unter 19 Mitarbeitern nur noch ein Ausländer aus einem EU-Staat beschäftigt.

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