Arbeiterkammer/Flexibilisierung ***ORIGINALTEXT-SERVICE***

AK: Lange Arbeitszeit-Verhandlungen haben sich ausgezahlt Fairer Interessensausgleich zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gewährleistet

Wien (AK) - Für die Wiener Arbeiterkammer haben sich die
langen Verhandlungen über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit
aus Arbeitnehmersicht ausgezahlt.****

Die von den AK-Experten vor einem Jahr errechneten Auswirkungen einer rein an Arbeitgeberwünschen orientierten Arbeitszeitreform auf die Arbeitnehmereinkommen konnten mit diesem Verhandlungsergebnis abgewendet werden. Insbesondere konnte die
von den Arbeitgebern geforderte generelle Ausdehnung der Tages-
und Wochenarbeitszeit verhindert werden, eine Ausdehnung wird
auch in Zukunft nur im Rahmen einer kollektivvertraglichen Gesamtregelung möglich sein.

Die Bindung an die Kollektivverträge - und damit an die
Zustimmung der Arbeitnehmervertretung - gewährleistet einen
fairen Interessensausgleich. So können im Gegenzug zur Flexibilisierung etwa ein erhöhtes Maß an
Arbeitsplatzsicherheit, angemessene Zuschläge und attraktive Freizeitausgleichsregelungen eingefordert werden. Das neue Arbeitszeitrecht bietet damit die Möglichkeit einer sinnvollen Gestaltung der Arbeitszeit, in der sowohl auf die betrieblichen Notwendigkeiten als auch auf die Interessen der
ArbeitnehmerInnen und damit auch auf die bessere Vereinbarkeit
von Arbeit und Familie Bedacht genommen wird.

Der gestern bekanntgegebene Kollektivvertragsabschluß im Metallgewerbe bietet ein erstes Beispiel einer ausgewogenen Neugestaltung der Arbeitszeit.

Vor einem Jahr waren AK Berechnungen davon ausgegangen, daß die Erfüllung der damaligen Arbeitgeberwünsche rund zehn Milliarden Schilling an Überstundenzuschlägen gekostet hätte. Diese Kosten
- die mißverständlich in Medien als mögliche Auswirkung der nunmehr erzielten Einigung kolportiert werden - konnten
abgewendet werden. Wie Arbeitszeitflexibilisierungen vorgenommen werden, wird entsprechend der langjährigen AK-ÖGB Forderung auf kollektivvertraglicher Ebene nach den Erfordernissen der
jeweiligen Branchen festgelegt werden.

Rückfragen: AK Wien Presse, 501654-2578

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