Stellt Euch den Herausforderungen des Euros!

Wien (OTS) - Der Euro - die Herausforderung für mittelständische Unternehmungen, war das Thema eines Vortrages im Palais Eschenbach des Österreichischen Gewerbewereins gestern abend. Der Referent, Direktor Erwin Erasim von der Bank Austria stellte sehr pragmatisch dar, wie in vielen Details der Euro unser Leben in den kommenden Jahren beeinflussen wird.

Erasim führt aus, daß vom Münzautomaten "an der Ecke" - und da gibt es sehr alte Exemplare - bis hin zur Credit Card vieles was unser tägliches Leben prägt, verändert werden wird.

Seiner Einschätzung nach werden die Unternehmer in der Zeitspanne 1999 - 2002 relativ rasch die Umstellung auf den Euro im Zahlungsverkerhr vornehmen, weil die Multis dies verlangen. (Siemens etwa ab dem 1.10.1999)

Erasims Fazit: Es wir zu Rundungsproblemen beim Umtausch kommen, aber die sind minimierbar; natürlich wird es interessant, wie der Verkehrspolizist, die auf Cent genaue Umrechnung bei Begleichung der Verkehrsstrafe vornehemen wird. Erasim geht davon aus, daß wir anfangs sehr viel Euro-Münzen in unseren Taschen mit uns tragen werden müssen.

Den Unternehmern zeigte der Referent klar, daß die Abstimm- und Buchhaltungssysteme Probleme mit sich bringen könnten. Die Österreicher gehen aber grundsätzlich einen pragmatischeren Weg, als unsere peniblen deutschen Nachbarn: Wir kommen ohne Rückkonvertierungen und mit nur einem Minimum an Umrechnungen vor.

Aus Bankensicht kritisierte Erasim, daß es nicht vorgesehen sei, Geldwechseln von Fremdwährungen zum Euro durch Banken durch Spesen abzugelten. Den Banken entsteht dadurch ein sehr markanter Mehraufwand, den sie selbst tragen müssen.

Erasim warnte auch davor, daß die Euro-Einführung das Ende von Österreichs souveräner Währungspolitik sein wird; wer allerdings nicht im System ist, dem drohen Währungsturbulenzen und volkswirtschaftlicher Schaden. Nicht auszuschließen ist auch, daß die Euro-Einführung Spekulationen auslösen könnte, die sich volkswirtschaftlich negativ auswirken würden.

Diesen Nachteilen stehen aber enorme Vorteile gegenüber:

+ Der Wegfall der Kosten für den Währungsumtausch innerhalb der Teilnehmerstaaten.

+ Geringere Transaktionskosten

+ Wegfall des Wechselkursrisikos für Unternehmer

+ Vergleichbarkeit der Preise und Steigerung der Effizienz innerhalb der EU

+ und schließlich fällt der Zinszuschlag für kleinere Märkte.

Die anschließende rege geführte Diskussion brachte einerseits klar zutage, daß die Euro-Einführung schon heute sehr minutiös geplant ist, daß es aber dessen ungeachtet noch eine Reihe ungelöster Probleme im Umfeld mit der Einführung des Euros gibt.

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