UniStG beschneidet Klagenfurter BWL-Praxissemester

Kärntner Wirtschaft könnte qualifizierte Arbeitnehmer verlieren

Klagenfurt (OTS) - Die Angewandte Betriebswirtschaftslehre, seit Gründung 1982 das Zugpferd der Universität Klagenfurt, muß nach vorliegendem endgültigen Entwurf des Universitäts-Studiengesetzes ihre derzeitige Studenanzahl dramatisch reduzieren - was vor allem den Wegfall des innerhalb des österreichischen BWL-Studiums einzigartigen Praxisemesters bedeuten würde.

O.Univ.-Prof. Dr. Heinrich C. Mayr, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik, sieht damit ein wesentliches strategisches Ziel der Fakultät, nämlich sich als "Angewandte" zu positionieren, gefährdet. "Ich verstehe diesen sogenannten "Kompromiß" des Ministeriums nicht, denn das Praxissemester der BWL kostet nichts, sondern hat nur Vorteile: für die Wissenschaft, der es damit leichter fällt, angewandte Forschung zu betreiben, für die Wirtschaft, die durch die Praxissemesterprojekte relativ billig know-how und Arbeit in den Firmen nützen kann und für die Studierenden, die neben theoretischem Wissen auch praktische Anwendung lernen und ausüben sowie gleichzeitig oft längerfristig wirkende Kontakte knüpfen."

Mit einem Ferialjob sei das 4 bis 6 Monate dauernde Praxissemester in keinem Fall vergleichbar, denn neben seiner langen Dauer würde es wissenschafltich begleitet und aufgearbeitet und außerdem seien die Projektnehmer Studenten im 2. Abschnitt, also bereits sehr qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen. Proteste seitens der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer seien daher bereits nach Wien gegangen.

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