Münzdirektorenkonferenz strebt Minimierung des Nickelgehaltes bei Euromünzen an

Wien (OTS) - Konsumentenorientiert zeigten sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe der EU-Münzdirektoren bei ihrem kürzlichen Meeting in Holland. Sie beschlossen eine weitestmögliche Reduktion des Nickelgehaltes bei den zukünftigen Euromünzen: Die kleineren Eurowerte sind demnach gänzlich Nickel-frei geplant, bei den höheren Werten, bei denen ein kleiner Anteil von Nickel im Hinblick auf ihre Einsatzbarkeit bei Münzautomaten unverzichtbar ist, soll der Nickelgehalt unter jenem der derzeit im Umlauf befindlichen Münzen liegen.

Generell gilt der Einsatz von Nickel bei Münzen als unbedenklich, da bei Münzgeld - im Unterschied zu Schmuck - der Hautkontakt stets nur kurz und oberflächlich erfolgt und überdies kein empfindlicher Körperteil wie etwa Dekoltee, Hals, Ohrläppchen oder Handgelenk betroffen ist. Außerdem kommt bei Münzen weltweit am häufigsten eine Kupfer-Nickel-Legierung zum Einsatz, bei der der Kupfergehalt drei Mal so groß ist wie jener von Nickel und so das ohnehin minimale Allergierisiko nahezu ausgeschlossen wird. Schließlich konnte sogar im Bereich der Münzproduktion keine wie auch immer gearteten Hautreizungen oder Allergieerscheinungen festgestellt werden.

Um aber auch den Ängsten von besonders empfindlichen Menschen begegnen zu können, werden derzeit sogar Möglichkeiten geprüft, ob und in welcher Form auch bei den höheren Werten Nickel-freie Metallegierungen zum Einsatz kommen können. Entscheidend ist dabei, ob die Unterscheidbarkeit der Münzen und die Detektierbarkeit bei Münzautomaten im erforderlichen Außmaß gegeben sind. Zu diesen Studien liegen derzeit allerdings noch keine Ergebnisse vor.

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