AMS-Verwaltungsrat beschloß neue Förderung für Langzeitarbeitslose

Notstandshilfe als Lohnkostenzuschuß für die Beschäftigung Langzeitarbeitsloser

Wien (OTS) "Durch die konstruktive Zusammenarbeit der
Sozialpartner hat der Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice die Förderrichtlinien zur Eingliederungsbeihilfe für Langzeitarbeitslose beschlossen. Mit dem neuen Förderinstrument stehen dem AMS zusätzliche Mittel zur Integration langzeitarbeitsloser Personen zur Verfügung", informierte Günther Steinbach, Verwaltungsratsvorsitzender des Arbeitsmarktservice (AMS). Zur Finanzierung der Besonderen Eingliederungsbeihilfe können erstmals Mittel der Notstandshilfe als Lohnkostenzuschuß an Betriebe und Gemeinnützige Vereine verwendet werden. Ziel des neuen Fördermaßnahme ist die Integration von Notstandshilfebeziehern in den Arbeitsmarkt.

Unternehmen oder gemeinnützige Organisationen erhalten für
die Beschäftigung von Notstandshilfebeziehern, die mindestens sechs Monate arbeitslos gemeldet waren, vom Arbeitsmarktservice für maximal ein Jahr einen Lohnkostenzuschuß in der Höhe der Notstandshilfe (inkl. Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge). Förderungsvoraussetzung ist die Begründung eines vollversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses, zudem darf innerhalb von drei Monaten vor und nach der Einstellung des neuen Mitarbeiters keine andere Arbeitskraft auf einem vergleichbaren Arbeitsplatz gekündigt werden. Die Förderrichtlinien, deren gesetzliche Grundlage Ende 1996 vom Parlament beschlossen wurde, werden mit der vorgesehenen Novelle zum Bundesfinanzgesetz voraussichtlich im März 1997 in Kraft treten.

Der Antrag auf Lohnkostenzuschuß kann von Unternehmen oder gemeinnützigen Beschäftigungsträger innerhalb von vier Wochen nach Beginn des Dienstverhältnisses beim Arbeitsmarktservice eingebracht werden. Der Förderung des Beschäftigungsverhältnisses ist daher nicht an eine vorherige Kontaktnahme des Dienstgebers mit dem AMS gebunden. Unternehmen und gemeinnützige Beschäftigungsträger werden über das Inkrafttreten der Förderbestimmungen vom Arbeitsmarktservice informiert.

Rückfragen: Arbeitsmarktservice Österreich,
Tel. 0222 / 33 178 DW 522

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