FP-Rambossek: Schildbürgerstreich in Mödlinger Spital auf Kosten der stationär behandelten Kinder

Wien (fpd-nö) - "Ein wahrer Schildbürger-Streich verunsichert seit 1. Februar 1997 Mütter und Kinder im Krankenhaus Mödling!", kritisierte heute der Mödlinger LAbg. und Wirtschaftssprecher und Obmann des Finanzkontrollausschusses Dkfm. Edwin Rambossek. Denn obwohl das Land die Kinderbegleitung bis 10 Jahre stationär aufgenommener Kinder fördere, mache dies die Schließung durch den Abbau von Betten unmöglich, betonte der FP-Politiker. "Diese skurrile Entscheidung von Landesrat Wagner, der Verwaltung des Spitals, der Landessanitätsdirektion und sogar vom NÖ Kinder- und Jugendanwalt macht dies jedoch unmöglich!", bemängelte Rambossek. ****

Just im bevölkerungsreichsten Bezirk des Landes, nämlich in Mödling, soll in der Kinderabteilung das Krankenhaus von 60 auf 40 Betten reduziert werden. Und durch diese Bettenreduktion wird es künftig Müttern unmöglich sein, bei ihren Kindern im Spital auch des Nachts bleiben zu können. Rambossek wörtlich: "Ich finde es unverantwortlich gegenüber unseren kranken Kindern, wenn jetzt aus zweifelhaften Maßnahmen ein Stockwerk des Kinderturmes geschlossen und damit jeder Mutter die Möglichkeit genommen wird, ihr krankes Kind rund um die Uhr gemeinsam mit den Schwestern zu betreuen." "Daß die Krankenschwestern allein den Kindern niemals die Betreuungsqualität geben können, die jede Mutter geben kann, müßte auch dem herzlosesten Politiker eigentlich klar sein", stellte Rambossek fest.

Gerade als Sozialist sollte sich eigentlich der zuständige Landesrat Wagner einsetzen, mehr Menschlichkeit an den Tag zu legen. Die Ersparnis von 5 Millionen Schilling, was die Bettenreduktion bewirkt, stehe in keinem Vergleich zu der Notwendigkeit, was die Pflege und Betreuung durch Mütter in Spitäler bringe. "Wenn das der Sozialismus ist, den uns die Genossen immer wieder predigen, dann wäre es längst an der Zeit, einen anderen Landesrat diese Agenden zu überlassen, schloß Rambossek.

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