Volkstheater-Direktion will das Haus übernehmen

Emmy Werner bestätigt im News-Interview Strukturbereinigungspläne

Wien (OTS) - Wiens Theaterlandschaft ist nach den (von News
exklusiv gemeldeten) Privatisierungsplänen für die Vereinigten Bühnen Wien weiter in Bewegung:

In einem Interview für die morgen erscheinende News-Ausgabe bestätigt Volkstheaterdirektorin Emmy Werner Pläne, mit ihrem kaufmännischen Leiter Rainer Moritz 25-Prozent-Gesellschafterin des Hauses zu werden. Die Anteile sollen auf allfällige Nachfolger übergehen. Die restlichen Anteile am Theater wollen bereits zur Verfügung stehende Private übernehmen.

Laut Werner wären die derzeitigen Besitzer (ein Verein mit den Hauptgesellschaften ÖGB, BAWAG und AK) zur unentgeltlichen Abtretung sicher bereit.

Sie selbst, so Werner zu News, wolle durch den Schritt das Theater in allgemeinen wirtschaftlichen Krisenzeiten für das neue Jahrtausend sichern: "Wer sagt mir, daß nicht irgendein Wahnsinniger auf die Idee kommt, lieber doch keine Musical-Halle zu bauen, sondern sich das Volkstheater zu schnappen? Oder daß einer findet, hier würde sich ein Schwimmbad gut machen? Der müßte nur zum Eigentümer gehen, und wir wären machtlos."

Um die Auslastung zu steigern, wird am Volkstheater der Experimental-Zyklus "Frontal" demnächst abgeschafft. Für die nächste Saison kündigt Werner in News Aufsehenerregndes an: Die Welturaufführung eines "Shylock"-Stücks von Felix Mitterer, die trotz Interesses der "Burg" an das Volkstheater vergeben wurde.

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