Rauch und Beko - Internationaler Markenartikler und mittelständischer Dienstleistungskonzern

Wien (OTS) - Zwei weitere Unternehmen im Rahmen der WdF-Initiative "Erfolgreich in Österreich": Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch setzt auf Produktinnovation und auf die Internationalisierung seiner Marke - BEKO - Ing. P. Kotauczek GmbH ist ein erfolgreiches österreichisches Dienstleistungsunternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt individueller Softwareentwicklung.

Im Rahmen der vom Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) ins Leben gerufenen Initiative "Erfolgreich in Österreich", die eine Verbesserung des Images des Wirtschaftsstandortes Österreich und die Darstellung beispielhafter Erfolgsstories heimischer Unternehmen zum Ziel hat, konnte WdF-Geschäftsführer Walter Sattlberger heute zwei weitere österreichische Vorzeigeunternehmen vor den Vorhang bitten.

Die Rauch Fruchtsäfte GmbH mit ihrem Stammsitz in Rankweil, Vorarlberg, zählt zu den zehn größten Fruchtsaftherstellern Europas. 1996 erzielte das Unternehmen mit 245 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,2, Milliarden Schilling. Neben dem Standort in Rankweil bestehen weitere Werke in Nüziders sowie seit 1994 in Budapest. 51% des Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Marke Rauch ist in 50 Ländern weltweit vertreten, Konzentrate werden in mehr als 70 Länder geliefert.

Als Schlüssel zum Erfolg bezeichnet Geschäftsführer Franz Rauch die konsequent durchgeführte Markenartikelstrategie seines Unternehmens. In Österreich liegt der Marktanteil bei Fruchtsäften bei 40%, jener von Rauch Eistee - einer wesentlichen Produktinnovation der vergangenen Jahre - sogar bei 56%.

Auch im internationalen Geschäft steht die Markenstrategie im Vordergrund. Die wichtigsten Ausländsmärkte für die Marke Rauch sind Ungarn - dort ist man nach nur zwei Jahren bereits die Nr. 2 am Markt -, Deutschland, Kroatien, Tschechien, Slowenien, Italien und Saudi Arabien.

"Marken stehen für Qualität", betont Franz Rauch, "sie geben dem Konsumenten Sicherheit und Orientierung". Und Qualität sei eines jener Kriterien, auf die Rauch am meisten Wert lege. So erhielt das Unternehmen bereits 1993 - als erstes der Branche - die Zertifizierung nach ISO 9001.

Dem härteren Wettbewerb nach der Öffnung der Märkte im Zuge des EU-Beitritts, den steigenden Rohstoffpreisen durch EU-Zölle auf Citrusfrüchte und dem verschärften Preiskampf im Lebensmittelhandel begegnet Rauch mit Innovation und Top-Qualität. Mit dem Rauch Eistee wurde ein Boom im Getränkemarkt ausgelöst. Rauch führte als erstes Unternehmen die erfolgreiche 2-Liter Kartonverpackung mit praktischen Verschluß ein, und die Rauch Mikrofiltration wurde mit dem Innovationspreis des österreichischen Forschungsfonds ausgezeichnet.

Die Unternehmensstrategie umfaßt den weiteren Ausbau der Marktposition im Stammgeschäft in Österreich, die Schaffung neuer Märkte durch Produktinnovationen, wie es mit Eistee gelungen ist, sowie die weitere Internationalisierung der Marke Rauch. Der Gründung einer Vertriebsniederlassung in Mailand im Jahr 1993 folgten 1994 das Produktionswerk in Budapest und eine Verstärkung der Exportabteilung und 1995 die Gründung von Rauch Tschechien in Prag.

Rauch Fruchtsäfte und Eistee werden in 5 Ländern im TV beworben. Als offizieller Getränkesponsor der Skiweltmeisterschaften in Sestriere und anderer Weltcuprennen (unter anderem in Kitzbühel) erwartet sich Rauch ebenfalls eine länderübergreifende Werbewirkung für die Top-Marke "Happy Day".

BEKO steht für Beratung und Konstruktion und ist das größte private Unternehmen seiner Art in Österreich sowie seit einigen Jahren ein internationaler Konzern. Im Unternehmensbereich EDV liegt der Tätigkeitsschwerpunkt in der kommerziellen individuellen Softwareentwicklung unabhängig von Hard- und Softwareplattformen. In diesem Bereich erwirtschafteten im Vorjahr 325 Mitarbeiter einen Umsatz von 310 Millionen Schilling. Insgesamt erreichte der Umsatz der BEKO Ing. P. Kotauczek GmbH 1996 den Wert von 560 Mio. S bei 600 Mitarbeitern. In den letzten zwei Jahren wurde der Umsatz verdoppelt. Im laufenden Jahr ist ein Zuwachs von 200 Mitarbeitern im Bereich EDV geplant.

3 Hypothesen zum Erfolg: Unternehmensphilosophie - Mitarbeiter -Kunde. BEKO kombiniere die Wirtschaftskraft eines für österreichische Verhältnisse großen Unternehmens mit der Anpassungsfähigkeit überschaubarer Teams, betont Paul Michal, Direktor des Unternehmensbereichs EDV. Der Erfolg des Unternehmens beruhe auf mehreren Faktoren. Einer davon sei die Eigenverantwortung des Managements für die selbständigen Unternehmensbereiche. Jeder Bereich werde wie ein eigenes Unternehmen geführt.

Die flache Hierarchie erlaube es den Mitarbeitern, Eigenverantwortung zu übernehmen und selbständig zu handeln. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich fachlich und persönlichkeitsbezogen weiterzubilden. Dazu werden seit Anfang 1996 in der firmeneigenen BEKO Akademie Tages- und Abendkurse angeboten. Die projekt- und produktbezogenen Schulungen bilden für konkrete Aufgaben oder Projekte aus. Die Initiative für solche Ausbildungsmaßnahmen kann sowohl von den Mitarbeitern als auch vom Unternehmen ausgehen.

Im Bereich der persönlichkeitsbezogenen Ausbildungsinhalte stehen die in einem Dienstleistungsunternehmen besonders bedeutsamen Kompetenzen Kommunikation und Rhetorik im Vordergrund. 1996 nahmen mehr als 600 Mitarbeiter an den Kursen teil. Die Ausbildungsinvestitionen haben, so Michal, zu meßbar mehr Aufträgen geführt. Daher wurde das Ausbildungsbudget für 1997 mit 15 Millionen Schilling dotiert. Die BEKO-Erfolgsrechnung lautet: fundierte Ausbildung bringt neue Aufträge, damit sichere Arbeitsplätze und die Sicherung der Ertragskraft des Unternehmens.

Der Unternehmensbereich EDV ist seit März 1995 ISO 9001 zertifiziert. Das Qualitätsmanagementsystem umfaßt alle Geschäftsprozesse. Zur Zeit arbeiten die BEKO-Mitarbeiter intensiv an der Vorbereitung auf die Herausforderungen der Datumsumstellung im Jahr 2000 sowie der Umstellung auf den Euro. Als erfolgreicher EDV-Dienstleistungskonzern liege BEKO voll im Trend der aktuellen Entwicklung, erklärt Michal und verweist auf eine Umfrage des Fessel & GfK Institutes im Auftrag des WdF. Demnach sehen 90% der Manager zusätzliches Beschäftigungspotential bei Outsourcing und Unternehmensgründungen und nur 8% im Ausbau bestehender Unternehmen.

Rückfragen & Kontakt:

WdF - Geschäftsführer
Mag. Walter Sattlberger
Tel.: 712 65 10

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WDF/OTS