Einems 1. Fehler

Wien (OTS) - Von einem Minister erwartet man sich wohl zurecht,
daß er sich in sein neues Arbeitsgebiet einarbeitet, bevor er sich zu einer wichtigen Frage äußert.

Offensichtlich darf man in Österreich den "Durchgangsposten" Verkehrsminister nur dann bekleiden, wenn man bedenkenlos für "das blödeste Bauvorhaben seit dem Turmbau zu Babylon" eintritt. (Zitat U.Prof. Dr. Antal Festetics am 31.1.97)

So verwundert es nicht mehr, wenn Einem bereits beim Bezug seines neuen Büros - mit Fernsehassistenz - auf die Frage des Reporters (ZIB 2/3.2.97) anwortete, daß er diesen Basistunnel "für wirtschaftlich und verkehrstechnisch nützlich" halte und daß er daher für dessen Bau eintrete.

Der beste Beweis, daß sich der Tunnel nie rechnet, ist wohl die Tatsache, daß man nun seit übr 2 Jahren krampfhaft nach privaten Investoren - bisher vergeblich - Ausschau hält. Dabei sind seit diesen 2 Jahren die Kosten explodiert (Wassereinbruch, Bauzeit 13 resp. 16 Jahre!), der Personenverkehr ist rückläufig - im starken Gegensatz zu den Prognosen - und zwischen Ungarn und Slowenien wird um 2000 eine neue Transitverbindung in Betrieb gehen, wodurch es auch beim Güterverkehr starke Einbrüche geben wird. Bekanntlich ist auch die Kapazität der Semmeringbahn bei weitem nicht erschöpft.

Fazit: Der Tunnel würde mit Sicherheit zu einem schweren Dauerdefizitbringer bei unseren ÖBB werden.

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