• 19.06.2013, 14:04:45
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NÖGKK holt Public-Health-Tagung nach St. Pölten

Zwei Tage beraten Experten aus Fachbereich Gesundheitswissenschaften - Minister Stöger fordert praktische Umsetzung der Forschungsergebnisse

Utl.: Zwei Tage beraten Experten aus Fachbereich
Gesundheitswissenschaften - Minister Stöger fordert praktische
Umsetzung der Forschungsergebnisse =

St. Pölten (OTS) - Heute Mittwoch, 19. Juni, wurde in St. Pölten die
"16. Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für
Public Health" im Beisein von Gesundheitsminister Alois Stöger und
Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch eröffnet. Die zweitägige
Veranstaltung im Cityhotel Design & Classic findet in Kooperation mit
der NÖGKK statt. Ziel dieser Konferenz ist es, Ergebnisse aus der
Public-Health-Forschung den Gesundheitsanwendern in ganz Österreich
zu präsentieren. Im Gegenzug gilt es, mit der Wissenschaft neue
Forschungsbereiche abzustecken und aus dem Vergleich mit
internationalen Studien und Programmen neue Denkanstöße zu erzielen.

Gesundheitsminister Alois Stöger wies in seiner Eröffnungsrede
darauf hin, dass die Auseinandersetzung mit Gesundheit und Public
Health in unserer Gesellschaft immer wichtiger werde: "Und das ist
gut so", sagte der Minister in St. Pölten. "Nur wenn wir es schaffen,
die wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und
damit die Versorgung der Menschen zu verbessern, werden wir Erfolg
haben. Die gesundheitspolitischen Weichenstellungen der vergangenen
Jahre, wie etwa die Gesundheitsreform, werden dazu beitragen."

NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch betonte vor den 150
Teilnehmern aus Forschung, Medizin und Sozialversicherung, dass
Public Health gegenwärtig eine zentrale gesundheitspolitische
Herausforderung darstelle. "Zur Umsetzung dieser Strategie, die sich
an einem umfassenden Gesundheitsbegriff orientiert, steht vor allem
der öffentliche Gesundheitsdienst zur Verfügung. Daher ist es
besonders wichtig, diesen im Hinblick auf Aufgabenstellung und
Ausbildung zeitgemäß zu positionieren", stellt der Landesrat fest.
"Die Erkenntnisse aus der gesundheitswissenschaftlichen Forschung
sollen neue Wege im Gesundheitswesen aufzeigen. Sie sollen möglichst
schnell in die Realität umgesetzt werden und dem Menschen dienen",
sagte der 1. Obmannstellvertreter der NÖGKK, Ing. Norbert Fidler, in
seiner Eröffnungsrede. "In den kommenden Jahren stehen uns enorme
demographische und technologische Änderungen bevor, die das
Gesundheitssystem vor bisher unbekannte Herausforderungen stellen.
Wir müssen deshalb dafür sorgen, dass allen eine bedarfs- und
qualitätsgerechte Krankenversorgung offensteht", so Fidler weiter.

Forschungsergebnisse aus Stockholm, Oxford und St. Pölten

Das Themenspektrum, mit dem sich die Experten zwei Tage lang
beschäftigen, bietet einen umfassenden Überblick über die Bandbreite
der Forschungsarbeit: Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und
Epilepsie stehen genauso auf dem Plan wie Frühgeburten, Essstö-rungen
oder die Gesundheit hochbetagter Menschen. Themen wie soziale
Voraussetzungen für Gesundheit kommen ebenso zur Sprache wie
Gesundheitsversorgung oder Gesundheitsökonomie. Die
Herausforderungen, vor der die schwedische Gesundheitspolitik steht,
werden heute neben wirtschaftsbezogenen Studienergebnissen der
Universität Oxford präsentiert. Morgen, Donnerstag, wird sich das
Plenum im Rahmen des Themenkomplexes Prävention mit der betrieblichen
Gesundheitsförderung in Niederösterreich befassen.

Prof. Dr. Thomas Dorner MPH, Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Public Health, erinnerte daran, wie wichtig
fundierte wissenschaftliche Ergebnisse für politische Entscheidungen
sind, die die Gesundheit der Bevölkerung betreffen. "Die Gesundheit
muss bedarfsgerecht und zielgerichtet gefördert und gesteuert werden
können", sagte Dorner.

Prävention ist wichtig: Fünf-Jahres-Strategie der NÖGKK

Auf die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention deutete
der stellvertretende Obmann der NÖGKK, Ing. Norbert Fidler, bei der
Tagung hin. Er verwies auf das umfassende Programm der
Gebietskrankenkasse in Niederösterreich mit einer detaillierten
Fünf-Jahres-Strategie. "Die Aufgabe einer Krankenkasse ist es nicht
nur, den Menschen in der Zeit der Krankheit beizustehen. Wir müssen
dafür arbeiten, dass sie länger gesund bleiben", stellte Fidler fest.
Die Tätigkeit der Public-Health-Forschung ist eine Grundlage für
diese Bestrebungen.

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