• 10.06.2013, 09:09:04
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Gefährliche Biene Maja: Insektengift-Allergie ernst nehmen

Durchschnittliche Bienen- und Wespensaison erwartet

Für Allergiker kann bereits ein Bienenstich
lebensbedrohlich sein

Utl.: Durchschnittliche Bienen- und Wespensaison erwartet =

Wien (OTS) - Die Bienenflugsaison ist wieder eröffnet! Dieses Jahr
wird eine eher durchschnittliche Bienen- und Wespensaison erwartet.
Dennoch gilt für Allergiker höchste Vorsicht. Für Menschen, die auf
dieses Gift allergisch reagieren, kann schon ein einziger Stich
lebensbedrohliche Folgen haben. Deshalb sollten Allergiker in der
warmen Jahreszeit immer ihre Notfallmedikamente, v.a. Adrenalin, mit
dabei haben. Die Behandlung mit der spezifischen Immuntherapie (SIT)
bietet darüber hinaus langfristigen und nahezu 100%-igen Schutz vor
der gefährlichen allergischen Überreaktion des Körpers. Infos & Tipps
auf www.initiative-insektengift.at

"Der heurige Winter war sehr lang und für die Entwicklung der
Insekten ungünstig", erklärt der Zoologe Univ.-Prof. Dr. Karl
Crailsheim von der Universität Graz. "Der durchschnittlich guten
Überwinterung von Bienenvölkern folgt ein später, langsamer
Populationsaufbau." Auch Wespen beginnen heuer einige Wochen später
mit der Koloniegründung und haben damit eine geringere Anzahl an
Nachkommen. "Sollten Streuobstwiesen heuer schlecht von Bienen
bestäubt werden können, wird es dazu im Spätsommer auch kein
übermäßig reichliches Angebot an Fallobst für die Wespen geben. Das
Wespenjahr wird dann insgesamt ein eher durchschnittliches sein."
Trotzdem warnt der Zoologe: "Wie immer sollten Gebieten mit hoher
Wespendichte gemieden werden. Bienen in Mitteleuropa sind außerhalb
ihres Stockareals selten aggressiv und stechen nur, wenn sie
unmittelbar bedroht werden."

Kleiner Stich mit schweren Folgen

Eine Insektengift-Allergie ist nicht harmlos! "Hunderte
Österreicher werden jeden Sommer in Notaufnahmen versorgt und einige
sterben auch an den Folgen eines Insektenstiches", betont Priv.-Doz.
Mag. Dr. Stefan Wöhrl vom Floridsdorfer Allergiezentrum in Wien. "Von
einer Allergie spricht man, wenn das Immunsystem das Insektengift
irrtümlich als gefährlich einstuft und es massiv abwehrt. Dabei
reicht bereits ein einziger Stich einer Honigbiene oder Wespe, selten
auch einer Hornisse und Hummel aus." Bei einer milden Allergie rötet
sich die Einstichstelle und breitet sich auf mehr als 10 cm aus. Die
Haut schmerzt und juckt. Es ist bereits Vorsicht geboten, denn die
allergischen Beschwerden können sich in Sekundenschnelle verändern
und ausbreiten: "Weitere Warnzeichen sind ein juckender
Nesselausschlag am ganzen Körper, Unwohlsein, Gesichts- und
Lippenschwellung, Schwindel, Blutdruckabfall, Übelkeit und
anschließendem Brechreiz. Atemnot, Erbrechen, Durchfall bis hin zum
Kreislaufkollaps können folgen", so Wöhrl. "Die schlimmste Auswirkung
ist der so genannte anaphylaktische Schock, der zu Bewusstlosigkeit
und lebensbedrohlichem Atem- und Kreislaufstillstand führt. Ohne
sofortige Notfallversorgung kann dieser Vorfall tödlich enden!"

Nur jeder Fünfte geht zum Arzt!

Besorgniserregend ist, dass trotz Lebensgefahr 80% der Allergiker
die Beschwerden nicht vom Arzt abklären lassen. "Um einen möglichen
allergischen Schock zu verhindern, sollte in jedem Fall einer
allergischen Reaktion ein allergologisch versierter Arzt aufgesucht
werden!", betont der Experte. "Eine Insektengift-Allergie darf nicht
unterschätzt werden! Von Mal zu Mal kann die allergische Reaktion
heftiger ausfallen."

Allergie-Impfung gibt sicheren Schutz

Dabei ist die bei weitem gefährlichste Form der Allergie am besten
behandelbar: Wöhrl: "So gefährlich eine Insektengift-Allergie auch
ist, sie ist gleichzeitig jene Allergieform, die durch eine
entsprechende Therapie sehr erfolgreich behandelt werden kann." Die
sogenannte spezifische Immuntherapie (auch unter den Bezeichnungen
Allergie-Impfung und Hyposensibilisierung bekannt) ist eine sichere
Schutzmaßnahme, die vor lebensgefährlichen allergischen Reaktionen
bewahrt und von der Weltgesundheitsorganisation WHO auch ausdrücklich
empfohlen wird. Sie zielt nachhaltig darauf ab, den Körper an das
Insektengift zu gewöhnen. Die Erfolgsquote liegt bei fast 100%. "Kaum
eine andere lebensbedrohliche Krankheit kann so effektiv behandelt
werden", zeigt sich Wöhrl überzeugt. Die Behandlung wird von den
Krankenkassen bezahlt.

Adrenalin kann Leben retten

Beim Arzt erhalten Insektengift-Allergiker auch ein Set an
Notfallmedikamenten wie Adrenalin, Kortison und ein Antihistaminikum,
das sie stets bei sich tragen und dessen Einsatz sie regelmäßig
trainieren sollten. Kortison und Antihistaminikum wirken
entzündungshemmend bzw. antiallergisch und abschwellend, sind aber
auf keinen Fall ausreichend, eine schwere allergische Reaktion zu
verhindern. "Adrenalin ist das einzige lebensrettende Medikament. Es
wirkt Kreislauf stabilisierend und kann dadurch gefährliche
Schock-Reaktionen verhindern", informiert Allergie-Experte Wöhrl.
Adrenalin ist als praktischer Autoinjektor verfügbar und kann damit
von den Patienten, auch in der stressigen Ausnahmesituation, selbst
verabreicht werden.

www.initiative-insektengift.at

Auf der Webseite www.initiative-insektengift.at erhalten
Betroffene unter dem Motto "Sicher durch den Sommer" umfassende
Information über Warnzeichen, Vorbeugung, Behandlung und richtiges
Verhalten im Notfall sowie Tipps und Hilfestellung. Die "Initiative
Insektengift-Allergie" wurde 2009 vom auf Diagnostik und Therapie
allergischer Erkrankungen spezialisierten Pharmaunternehmen
ALK-Abelló ins Leben gerufen. Gemeinsam mit einem medizinischen
Beirat, bestehend aus hochrangigen österreichischen, deutschen und
Schweizer Allergie-Experten, wird über die Gefährlichkeit einer
Insektengift-Allergie und über die gute Behandelbarkeit informiert.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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