- 24.05.2013, 13:01:10
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Kapsch und Fipofix präsentieren neue Technologie zur Verlegung von Hochleistungsfasern

Wien (OTS) - Kapsch investiert in die Entwicklung eines neuen
Verlegeverfahrens für Hochleistungsfasern zur Herstellung von
Halbzeugen und Gelegen für Kompositwerkstoffe. Gemeinsam mit der
Yacht Construction Consulting wurde die Firma Fipofix GmbH gegründet,
an der Kapsch zu 80% beteiligt ist. Projektleitung und Entwicklung
des Verfahrens liegen in den Händen von Extremsegler Norbert
Sedlacek. Das Fipofix-Verfahren ermöglicht eine schonende
Verarbeitung von Fasersträngen (Rovings) und wurde speziell für die
Verarbeitung von mineralischen Vulkansteinfasern entwickelt, kann
aber auch für andere Fasern Anwendung finden. Zur Beweisführung der
Qualität von Verlegeverfahren und Werkstoff wird Norbert Sedlacek in
einem nur rund 5 m langen Prototypen einer Rennyacht eine doppelte
Atlantiküberquerung von Les Sable d'Olonne nach New York und retour
unternehmen.
"Kapsch hat die technologische Entwicklung seiner Branche von
Beginn an mit Innovationen maßgeblich geprägt und auch heute spielt
Innovation in unserem Unternehmen eine große Rolle", erklärt Kari
Kapsch, Chief Operating Officer der Kapsch Group das Engagement.
"Strategische Partnerschaften sind in unserem Innovationsprozess eine
nicht zu vernachlässigende Größe. Die langjährige und erfolgreiche
Zusammenarbeit mit Norbert Sedlacek öffnet uns jetzt die Möglichkeit
ein ganz neues Geschäfts- und Technologiefeld zu evaluieren." Kapsch
unterstützt die Entwicklung sowie die Automatisierung des Verfahrens
und die "Proof of Principle" genannte Atlantiküberquerung in der
ersten Phase mit rund einer Mio. EURO. Patenthalter für das
Verlegeverfahren ist Kapsch. Erster Einsatzbereich nach der
Verfeinerung und Automatisierung des Verfahrens soll der Bau von
nautischen Sportgeräten und Booten sein. Eine Ausweitung auf andere
Märkte ist in einem weiteren Schritt möglich.
Fibre Position Fixation - Fipofix - Faserverlegung ohne
Leistungsverlust
Das Fipofix(R)-Verfahren ermöglicht eine besonders schonende
Verlegung von jeder Art von Hochleistungsfasern. Das unbeschädigte
Verlegen der Fasern stellt in der Fertigung der Kompositwerkstoffe
die größte Herausforderung dar. Bis zu 40% der Filamente eines
Rovings werden bei bisherigen Verarbeitungsarten wie Weben, Tackern
oder Nähen verletzt und haben Leistungseinbußen des Werkstückes bei
Druck- und Zugbelastungen zur Folge. Fipofix(R) verklebt die
aufgelegten Fasern mit der jeweiligen Matrix für die Endverarbeitung
der Gelege und verzichtet so zusätzlich auf schwächende
Fremdmaterialien zur Fixierung wie z.B. Garne, Klammern oder andere
Kleber. "Wir haben das Verfahren speziell für die ASA.TEC-Vulkanfaser
entwickelt, da wir für diesen Werkstoff vor allem in der Nautik
großes Potenzial sehen", so Norbert Sedlacek. "Grundsätzlich ist das
Verfahren aber für jede Art von Faser geeignet - wir können Fasern
und Klebstoff für jede Anwendung genau anpassen."
"Proof of Principle" - mit einer rund 5m langen Rennyacht über
den Atlantik
Die Kombination der Fipofix-Gelegetechnologie mit den ASA.TEC
Vulkanfasern bildet eine neue Generation von Kompositwerkstoffen für
den Hochleistungsbereich. Den Beweis für die Einsatzmöglichkeit wird
Entwickler und Hochseesegler Norbert Sedlacek durch eine zweifache
Rekordfahrt über den Atlantik in einer nur 4,94 m langen Rennyacht -
der Open16 Fipofix - erbringen. Konzeption und Bau des Bootes
erfolgte mit dem Know-how der Yacht Construction Consulting. Die
Open16 Fipofix wurde nach dem Vorbild der Rennyacht-Klasse Open 60
entwickelt und im Sandwichverfahren aus Fipofix-Gelegen aus
ASA.TEC-Faser mit einem Kern aus Balsaholz gebaut. Die mineralische
Vulkanfaser eignet sich aufgrund ihrer Materialeigenschaften -
säurefest, temperatur- und UV-beständig und zu 100% recyclingfähig -
ideal für die Verwendung im nautischen Bereich. Start des "Proof of
Principle"-Projekts wird im November 2013 in Les Sable d'Olonne sein,
von wo aus es über den Atlantik non-stop und ohne Hilfe von außen
nach New York geht. Der zweite Teil der Route wird im Frühsommer 2014
über den Nordatlantik entlang der Treibeisgrenze wieder nach Les
Sable d'Olonne führen.
Rekordfahrt von Kontinent zu Kontinent
Die Gesamtstrecke der Fahrt wird rund 8.000 sm umfassen, die
Gesamtzeit auf See liegt zwischen 80 und 100 Tagen. Das "Proof of
Principle"-Projekt ist der weltweit erste Versuch, den Nordatlantik
auf einem nur 16 Fuß kleinen Segelboot non-stop und einhand in beide
Richtungen zu überqueren. Die zu erwartenden Bedingungen auf beiden
Routen, stellen sowohl an den Norbert Sedlacek als auch an das
Material extreme Anforderungen. "Eine komplette Saison im Atlantik
mit doppelter Überquerung belasten das Boot in wenigen Monaten so wie
zehn Jahre normaler Gebrauch. Damit können wir die Leistungsfähigkeit
von Verfahren und Material perfekt beweisen", zeigt sich Norbert
Sedlacek vom Konzept überzeugt. "Für mich persönlich ist diese
Rekordfahrt mit dem großartigen, kleinen Boot die ultimative
Herausforderung für Mensch und Maschine."
Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen
Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten
Intelligent Transportation Systems (ITS), Railway und Public Operator
Telecommunications sowie Informations- und Kommunikationstechnologie
(IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften
Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als
Familienunternehmen mit Sitz in Wien steht Kapsch seit mehr als 100
Jahren für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer
Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt von
innovativen Lösungen und Dienstleistungen leistet Kapsch einen
wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer
mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group
beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen
rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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