- 24.05.2013, 11:28:46
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Medien-Konferenz "EuroReg 2013" in Wien beleuchtet Zusammenwachsen von TV und Internet
Europäische Branchen-Experten diskutieren Auswirkungen auf Markt und Konsumenten

Utl.: Europäische Branchen-Experten diskutieren Auswirkungen auf
Markt und Konsumenten =
Wien (OTS) - Am Freitag, den 24. Mai 2013, haben die Rundfunk und
Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) und die Medienbehörde
KommAustria zur "EuroReg 2013" in das Palais Niederösterreich in Wien
geladen. Thema: die Zusammenführung von Fernsehen und Internet auf so
genannten SmartTVs sowie die daraus erwachsenden neuen Angebote und
deren Beurteilung in der Medienregulierung. Mehr als 30 hochrangige
Referenten von Medienaufsichtsbehörden, Medienunternehmen und von der
EU-Kommission sowie Branchen-Analysten und Vertreter der
Endgeräteindustrie aus neun europäischen Ländern skizzieren
"Szenarien einer konvergenten (TV-)Welt" - so der Titel der heurigen
"EuroReg 2013", die nach Berlin (2010) und Frankfurt (2011) nun in
Wien zum dritten Mal stattfindet.
Eröffnet wurde die Tagung am Morgen vor rund 200 Teilnehmern von
Dr. Manfred Matzka, Präsidialchef im Bundeskanzleramt, und von Dr.
Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der
RTR-GmbH. "Mit connected TV verschwimmen die Grenzen zwischen
klassischem Fernsehen und audiovisuellen Inhalten aus dem Internet.
Ich denke, dass hier enorme Herausforderungen an die Medienpolitik
gestellt werden", so Matzka. "Gerade im Zusammenhang mit einem
zentralen Regulierungsanliegen, dem Schutz von Minderjährigen, zeigt
sich dies besonders deutlich. So gibt das EU-Recht hier bisher - je
nachdem ob 'Fernsehen' oder 'Fernsehen auf Abruf' vorliegt - ein
unterschiedliches Schutzniveau vor." Dies sei in seinen Augen zu
überdenken. Grinschgl sieht in den Entwicklungen eine besondere
Herausforderung für Fernsehveranstalter, die nun nicht mehr nur im
Wettbewerb untereinander, sondern auch mit neuen Inhalteanbietern
stehen. "Für alle Beteiligten, nämlich Anbieter wie Konsumenten,
beinhaltet das Zusammenwachsen von linearem und nicht-linearem
Fernsehen jedoch auch eine Vielzahl neuer Chancen und Möglichkeiten",
betont Grinschgl. "Ich sehe hier aber vor allem ein sinnvolles
Nebeneinander beider Nutzungsvarianten und längst kein baldiges Ende
des linearen Fernsehens, wie manche Experten es bereits erkennen
wollen."
Ähnlich beurteilt Mag. Richard Grasl, kaufmännischer Direktor des
ORF, die Situation: "Mit seinen Fernsehprogrammen und in Ergänzung
dazu mit der ORF TVthek und deren Abrufbarkeit über verschiedenste
Endgeräte, natürlich auch über SmartTVs, trägt der ORF dem wachsenden
Bedürfnis der Zuseher Rechnung, die Inhalte des ORF passend zur
jeweiligen Lebenssituation nutzen zu können. Darin sehen wir keine
Bedrohung, sondern vor allem eine hervorragende Entwicklung, mit der
wir einen bestmöglichen Service bieten können."
Elisabeth Markot, Policy Officer der Europäischen Kommission,
stellt in ihrem Vortrag das Ende April veröffentlichte "Grünbuch über
die Vorbereitung auf die vollständige Konvergenz der audiovisuellen
Welt" vor, mit dem die Kommission den Diskurs über eine Anpassung des
grundlegenden europäischen Rechtsrahmens an die sich verändernden
Bedingungen initiiert hat.
Mit Medien-Beratern und -forschern wie Lluís Borrell von Analysys
Mason aus Madrid, Guy Bisson von IHS Screen Digest und Richard
Kastelein von Agora Media aus London oder dem Bertelsmann-Berater
Hans Mahr zeichnen Top-Experten der Branche ihr Bild von der Zukunft
der audiovisuellen Medien. Vertreter von Samsung aus London oder des
Kabelnetz-Giganten Liberty Global aus Amsterdam stehen
stellvertretend für die neuen Plattformbetreiber, die über ihre
Endgeräte auch audiovisuelle Medieninhalte auf Abruf anbieten. Sie
treffen im Rahmen der EuroReg 2013 auf Repräsentanten von
Medienunternehmen wie dem ORF, des ZDF, der ProSiebenSat.1-Gruppe,
der RTL-Gruppe oder von Sky Deutschland sowie auf Ross Biggam, Chef
des in Brüssel beheimateten Verbands der kommerziellen
TV-Veranstalter in Europa (ACT) und auf Nicola Frank, Vertreterin der
European Broadcasting Union (EBU), in der die öffentlich-rechtlichen
Sender Europas organisiert sind.
Die EuroReg 2013 wird von der RTR-GmbH und von der KommAustria
sowie vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) in der Schweiz und von
den deutschen Landesmedienanstalten gemeinsam getragen. Mit ihrer
Ausrichtung, Medientrends darzustellen und gleichzeitig auch
regulatorisch zu beurteilen, ist die EuroReg auch ein besonderer
Anziehungspunkt für die Medienexperten aus den
Regulierungseinrichtungen in ganz Europa. So konnten
RTR-Geschäftsführer Grinschgl und der KommAustria-Vorsitzende Mag.
Michael Ogris hochrangige Kollegen nicht nur aus Deutschland und der
Schweiz, sondern unter anderem auch aus Großbritannien, Frankreich
oder Polen als Referenten der Tagung und als Gäste begrüßen.
Moderiert wird die Veranstaltung vom deutschen Fachjournalisten
Dieter Brockmeyer und von Ina Bauer, Bereichsleiterin Diversifikation
bei ATV.
Weitere Informationen zur "EuroReg 2013" bietet die Website
www.euroreg.eu.
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