- 23.05.2013, 12:15:12
- /
- OTS0148 OTW0148
Universitätszahnklinik: Sanierung und Erweiterung abgeschlossen
Mehr als eine Milliarde Euro gezielte Investitionen in Uni-Bauten österreichweit

Utl.: Mehr als eine Milliarde Euro gezielte Investitionen in
Uni-Bauten österreichweit =
Wien (OTS) - Der Zahn der Zeit nagte lange an der
Bernhard-Gottlieb-Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde der Medizinischen Universität Wien. Jetzt erstrahlt
sie in neuem Glanz. Im April schloss die Bundesimmobiliengesellschaft
(BIG) die Sanierung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden
Bestandsgebäudes - und damit die dritte Baustufe - ab. Gemeinsam mit
Christiane Druml, Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien,
nahmen dies Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle
und BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss zum Anlass, um über aktuelle
Bauprojekte an Universitäten zu informieren: Mehr als eine Milliarde
Euro werden vom Bund gezielt investiert, um für Wissenschaft und
Forschung im besten Sinn des Wortes mehr Raum zu schaffen.
"Unsere Universitäten sind Stätten der Wissenschaft und Forschung -
genauso aber deren architektonische Botschafter", so Töchterle. Um
geeignete Rahmenbedingungen für Studierende und Lehrende zu schaffen,
investiert das Wissenschafts- und Forschungsministerium laufend in
den Neubau und die Modernisierung universitärer Infrastruktur. Seit
dem Jahr 2007 wurden und werden 42 Großprojekte mit einem
Gesamtvolumen von 1,55 Milliarden Euro umgesetzt bzw. eingeleitet.
"So schaffen wir bewusst mehr Platz für Denken, Lernen und Forschen",
betont der Minister. Wichtig ist ihm dabei auch das nachhaltige
Bauen: "Da können mehrere Universitätsgebäude mit innovativen
Ansätzen glänzen."
Die Universitätszahnklinik hat sich massiv gewandelt. "Sieben Jahre
haben die Erweiterung und Sanierung in Anspruch genommen. Rund 80
Millionen Euro haben wir hier investiert", sagt Hans-Peter Weiss,
Geschäftsführer der BIG. Erschlossen wird das ehemalige
Garnisonsspital jetzt über die Sensengasse, statt wie bisher von der
Währingerstraße aus. Über den neu gestalteten Vorplatz - direkt neben
dem Stadtwald - gelangt man zur glasüberdachten Eingangshalle, die
den Alt- mit dem Neubau verbindet und den zentralen Zugang zu
sämtlichen Einrichtungen darstellt.
Im rund 9.800 Quadratmeter großen Zubau im Hof des denkmalgeschützten
Komplexes befindet sich im ersten Obergeschoß und im Erdgeschoß der
in einzelne Kojen unterteilte Behandlungsbereich, in dem pro Jahr
über 25.000 Patient/innen behandelt werden (über 100.000
Behandlungen). Das Raumkonzept mit Behandlungskojen ist zentraler
Bestandteil des neuen "Unitsystems", einem modernen und international
anerkannten Ausbildungskonzept, bei dem Studierende fix einer Koje
zugeordnet sind und dort die Aufsicht der unterschiedlichen
Fachbereiche erfolgt. Neben dem Studentenbetrieb sind auch die neuen
Spezialambulanzen für ästhetische Zahnheilkunde, Endodontie,
Funktionsstörungen, Laser, Hypnose und ästhetische Parodontalchirugie
untergebracht. Im Sockelgeschoß befinden sich ein Seminarraumzentrum
und ein 200 Personen fassender Hörsaal. Neben der theoretischen
Ausbildung der an die 500 Zahnmedizin-Student/innen finden hier auch
nationale und internationale medizinische Fachveranstaltungen statt.
Wartezeiten können in der neuen Cafeteria überbrückt werden.
Ebenfalls Platz gefunden hat hier die neue Kantine, die von allen in
der Umgebung angesiedelten Einrichtungen der Medizinischen
Universität genutzt wird. Seit 2010 ist der Neubau in Betrieb, der
bei Patient/innen, Ärzt/innen und Studierenden mit seiner Optik und
verkürzten Wegen punktet. Kaum wiederzuerkennen ist auch der rund
7.000 Quadratmeter große Innenhof. Nach Fertigstellung des Neubaus
wurde der in den 60er Jahren dort erbaute Flachbau abgerissen. Die
dadurch entstandene großzügige Freifläche wurde mit Gehwegen,
Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen neu gestaltet. Auch der
kleinere "Kräuterhof" bekam ein neues Gesicht.
Der rund 14.000 Quadratmeter umfassende denkmalgeschützte Bestand
wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt saniert. Durch
Umstrukturierungen der Räume konnten die vorhandenen Flächen
effizient genutzt und die verschiedenen Bereiche zusammengefasst
werden. Hier befindet sich beispielsweise die komplett neu
eingerichtete "Vorklinik", in der die Studierenden an "Phantomköpfen"
auf die Behandlung von Patient/innen vorbereitet werden. Auch die
verschiedenen Forschungsbereiche, die sich u.a. mit
Knochenregeneration, Dentalwerkstoffen oder molekularen und
zellulären Prozessen beschäftigen, sind hier in einem neu
ausgestatteten zentralen Forschungsbereich konzentriert. Weiters
konnten hier der Operationstrakt, eine moderne Radiologie, eine
Kinderbehandlungsabteilung und ein eigener Betriebskindergarten für
die Medizinische Universität Wien eingerichtet werden.
Für Veranstaltungen können der neu gestaltete Festsaal und die
Feststiege genutzt werden. Renoviert wurden auch rund einhundert
Barockfenster, wobei zugleich raumseitig hinter den historischen
Fenstern Alufenster eingebaut wurden, um die Wärmedämmvorschriften zu
erfüllen. Ein Teil der ursprünglichen Natursteinböden konnte
ebenfalls erhalten und wieder verwendet werden. Gemäß seinem
historischen Erscheinungsbild wurde zudem das Dach saniert, das jetzt
die gesamte moderne Haustechnik beherbergt. Diese spielt technisch
auf höchstem Niveau. Beispielsweise wird jede Behandlungs-Unit
einzeln be- und entlüftet, um höchste Hygienestandards zu erfüllen.
Für die zentrale Frischluftansaugung wurde unter dem historischen
Gebäude ein eigener Tunnel gegraben, der in den kleineren der beiden
Höfe mündet.
Ausgewählte Fertigstellungen
- Science Park Linz, Bauteile 1, 2, 3; JKU (Neubau): 84 Mio. Euro
Budget, Bauzeit Juni 2007 bis Juli 2012
- Centrum für Chemie und Biomedizin; Universität Innsbruck und Med
Uni Innsbruck (Neubau): 76 Mio. Euro Budget, Bauzeit Sept. 2008 bis
Mai 2012
- Universitätsgebäude Publizistik und Informatik (Neubau): 25 Mio.
Euro Budget, Bauzeit Feb. 2010 bis März 2012
- Unipark Nonntal; Universität Salzburg (Neubau): 65 Mio. Euro
Budget, Bauzeit Dez. 2007 bis Nov. 2011
Ausgewählte Projekte in Bau
- Campus WU, Wirtschaftsuniversität Wien (Neubau): 492 Mio. Euro
Budget, Fertigstellung 3. Quartal 2013
- Fakultät für Bauingenieure, Universität Innsbruck (Erweiterung u.
Sanierung): 22 Mio. Euro Budget, Fertigstellung 3. Qu. 2014
- Fakultät für Architektur, Universität Innsbruck (Erw. + San.): 13
Mio. Euro Budget, Fertigstellung 4. Qu. 2014
- Med Campus Graz (Neubau): 147 Mio. Euro Budget, Fertigstellung: 3.
Qu. 2017
Ausgewählte Projekte in Planung
- TU Graz, Nachnutzung alte Chemie (Nachhang der Projektes Neue
Chemie): Sanierung
- Universität Innsbruck Ersatzneubau Innrain 52a: Neubau
- Akademie der bildendenden Künste Wien, Sanierung Schillerplatz:
Sanierung
Über die BIG:
Der BIG-Konzern ist mit rund 2.800 Objekten einer der größten
Liegenschaftseigentümer in Österreich. Das Portfolio besteht aus
sieben Millionen Quadratmeter Gebäude- und rund 23 Millionen
Quadratmeter Grundstücksfläche. Es gliedert sich in die Segmente
Schulen, Universitäten, Sonder- und Spezialimmobilien. Die
Büroimmobilien und Entwicklungsliegenschaften sind seit Jänner 2013
in der Tochtergesellschaft ARE Austrian Real Estate GmbH gebündelt.
Das Portfolio umfasst rund 600 Objekte mit rund 1,8 Millionen
Quadratmetern. Während die BIG primär auf öffentliche Institutionen
konzentriert ist, sollen mit dem Angebot der ARE auch vermehrt
private Mieter angesprochen werden.
Als Bauherr stellt der BIG-Konzern einen wichtigen ökonomischen
Faktor in Österreich dar. Wirtschaftlichkeit und Architekturqualität
gehen dabei Hand in Hand. Das stellt der BIG-Konzern laufend unter
Beweis. Jedes Projekt hat den Anspruch seinen künftigen Nutzern im
Sinne der ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen
Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Der BIG-Konzern wurde für sein
architektonisches Engagement mehrfach ausgezeichnet und erhielt
sieben Bauherrenpreise.
Die BIG in Zahlen (Konzernbericht 2012/BIG-Konzern nach IFRS):
Gebäudeanzahl: ca. 2.800
Gebäudefläche: ca. 7 Mio. m2
Mitarbeiter/innen: Ø 832
Bilanzsumme: 5,98 Mrd. Euro
Mieterlöse: 730,6 Mio. Euro
Projekt-Investitionen *): 627 Mio. Euro
*)Instandhaltungen + Neubau/Generalsanierungen; inkl.
Wirtschaftsuniversität Wien, ohne Projektgesellschaften
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






