• 21.05.2013, 09:45:18
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Diabetes geht immer mehr Betroffenen immer weniger "an die Nieren"

Zahl der PatientInnen, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, sinkt dank erfolgreicher Diabetestherapie

Prof. Anton Luger

Utl.: Zahl der PatientInnen, die einer Nierenersatztherapie
bedürfen, sinkt dank erfolgreicher Diabetestherapie =

Wien (OTS) - Die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich steigt,
während die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von
Diabetes abnimmt. Dies geht aus dem Österreichischen Dialyse- und
Transplantationsregister hervor. Diese Entwicklung resultiert aus der
konsequenten und umfassenden Behandlung von Diabetes und dessen
Begleiterkrankungen. Eine Abnahme der Nierenersatztherapien führt
auch zu einer erheblichen Kostenreduktion. In diesem Zusammenhang
fordert die Österreichische Diabetes Gesellschaft auch einen
leichteren Zugang für DiabetikerInnen zu neu entwickelten Therapien.

Bedarf an Nierenersatztherapie sinkt ...

Während die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich weiterhin
steigt - derzeit sind etwa 600.000 Personen betroffen -, hat die Zahl
der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes in den
letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Dies geht aus dem seit 47
Jahren existierenden Österreichischen Dialyse- und
Transplantationsregister eindrucksvoll hervor. In diesem Register
sind sämtliche PatientInnen unseres Landes mit terminaler
Niereninsuffizienz, also im Stadium, in dem eine Nierenersatztherapie
erforderlich wird, erfasst.

Von 2000 bis 2006 betrug der Anteil der DiabetikerInnen an den
PatientInnen, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz
erreichten, etwa 33 Prozent. "Damit war der Anteil von PatientInnen
mit Diabetes, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz
erreicht haben, vor allen anderen primären Ursachen für
Nierenschädigungen am höchsten. In den folgenden Jahren sank die Zahl
erheblich und betrug 2011 27 Prozent", erklärt Univ.-Prof. Dr. Anton
Luger, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und
Stoffwechsel an der Medizinischen Universität Wien. Dabei entfiel der
weitaus größere Anteil davon auf Typ-2-DiabetikerInnen (24 Prozent),
Typ-1-DiabetikerInnen repräsentierten 3 Prozent.

... dank erfolgreicher Diabetestherapie

Die Abnahme der Zahl der DiabetikerInnen, die eine terminale
Niereninsuffizienz entwickeln, zeigt die Erfolge der Diabetestherapie
in den letzten Jahren, die auf einer konsequenten und umfassenden
Behandlung von DiabetikerInnen und den Begleiterkrankungen des
Diabetes, wie Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, beruht. Eine
gute Stoffwechseleinstellung und Lebensstilmodifikation wirken sich
deutlich positiv auf die Prognose aus.

Weniger Nierenersatztherapien - geringere Kosten

DiabetologInnen tragen ganz wesentlich zu einer verbesserten
Lebensqualität der ihnen anvertrauten PatientInnen bei, aber auch in
einem erheblichen Ausmaß zu einer Reduktion der enormen Kosten, die
eine Nierenersatztherapie verursacht (andere kostenintensive
Sekundärkomplikationen wie Amputationen, Blindheit und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hier nicht erwähnt). Vor diesem
Hintergrund wäre es von Seiten des Gesundheitssystems auch wichtig,
PatientInnen den Zugang zu neu entwickelten Therapien zu erleichtern.

Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG)

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft ist die
ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen
Diabetes-Fachleute. Ihre zentrale Aufgabe ist die Forschung und
Förderung des wissenschaftlichen Austausches aller auf dem Gebiet der
Diabetologie tätigen ForscherInnen und ÄrztInnen. Die ÖDG engagiert
sich für die Sicherstellung einer Betreuung der Menschen mit Diabetes
in Österreich, die den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
entspricht. Ordentliche Mitglieder der Gesellschaft sind ÄrztInnen
und wissenschaftlich einschlägig orientierte AkademikerInnen.
Assoziierte Mitglieder sind DiabetesberaterInnen und DiaetologInnen.

Ein Pressefoto zum Pressetext finden Sie unter:
http://www.publichealth.at/p-69172.html

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