- 14.05.2013, 13:45:27
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ÖAMTC: Kleine Füße auf gefährlichen Wegen
Club, FIA und SOS-Kinderdorf zeigen Gefahren für Kinder auf Fußwegen auf

Utl.: Club, FIA und SOS-Kinderdorf zeigen Gefahren für Kinder auf
Fußwegen auf =
Wien (OTS) - 2012 sind weltweit rund 1,3 Millionen Personen im
Straßenverkehr tödlich verunglückt, etwa 22 Prozent davon als
Fußgänger. Am gefährlichsten ist die Situation für Fußgänger in
Afrika. Mit 38 Prozent ist hier der Anteil der bei Verkehrsunfällen
getöteten Fußgänger am höchsten (Quelle: WHO).
"Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche", sagte
FIA-Präsident Jean Todt anlässlich der heutigen Pressekonferenz des
ÖAMTC. Durch rasches Wirtschaftswachstum in vielen Entwicklungs- und
Schwellenländern hat der Motorisierungsgrad dort stark zugenommen.
Das führt dazu, dass die Straßen für nichtmotorisierte
Verkehrsteilnehmer gefährlicher werden. "In vielen
Entwicklungsländern ist der tägliche Schulweg eine tödliche Falle",
schlug Global Road Safety Ambassador Michelle Yeoh Alarm.
Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie Straßenbeleuchtung, Gehwege,
Tempolimits - in Österreich eine Selbstverständlichkeit - fehlen in
vielen Ländern nach wie vor. "Es braucht dringend Gesetze, um Kindern
ein sicheres Zufußgehen zu ermöglichen", appellierte Yeoh an die
Politik.
Zebrastreifen ist kein sicheres "Leo"
Auch in Österreich leben Kinder als Fußgänger riskant. 2011 sind
2.899 Kinder und Jugendliche im Alter von 0-14 Jahren verunglückt, 13
davon tödlich. Knapp 27 Prozent der verunglückten Kinder waren
Fußgänger. Potentielle Gefahrenstellen für Kinder sind vor allem
Straßenquerungen. Eltern müssen auf die sicherste Schulwegroute
achten und speziell das richtige Queren von Straßen mit ihren Kindern
üben. Auch der Zebrastreifen ist kein sicheres "Leo". 2011
verunglückten knapp 28 Prozent aller als Fußgänger verunglückten
Kinder am Schutzweg (Quelle: Statistik Austria). Risikofaktoren sind
Ablenkung, Alkohol am Steuer und zu hohes Tempo. Hier sind die Lenker
zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit aufgerufen.
"Fahrzeuglenker sind in der Pflicht, auf die kleinen
Verkehrsteilnehmer Acht zu geben", appellierte ÖAMTC-Präsident Werner
Kraus.
Um das Thema Fußgängersicherheit von Kindern auch aus Kinderaugen
zu beleuchten, hat der ÖAMTC gemeinsam mit SOS-Kinderdorf
International einen Malwettbewerb gestartet. " Die SOS-Kinderdörfer
betreuen und begleiten viele Kinder vom Kleinkindalter bis zur
Selbstständigkeit. Neben einer guten Ausbildung und dem Vermitteln
sozialer Kompetenzen ist es wichtig, sie auch auf die Sicherheit im
Straßenverkehr gut vorzubereiten", betonte SOS-Kinderdorf Österreich
Geschäftsführer Christian Moser die Bedeutung von Verkehrserziehung.
Im Zuge des Wettbewerbs waren Kinder in neun Kinderdörfern weltweit
(Bosnien, Bulgarien, Jordanien, Libanon, Österreich, Portugal,
Südafrika, Uganda und Ungarn) aufgerufen, ihren Schulweg zu malen.
Gewinner des Wettbewerbs ist der 10-jährige Patrick Sengendo aus
Uganda. Die Jury, die den Gewinner kürte, setzte sich aus Gerlinde
Kraus (Vorstandsvorsitzende SOS-Kinderdorf Wien), Julia Mirwald
(9-jährige Tochter eines ÖAMTC-Pannenfahrers), Dagmar Schratter
(Direktorin Tiergarten Schönbrunn), Robert Steiner (Moderator) und
Stefan Zinnel (Universität für Angewandte Kunst) zusammen.
The Long Short Walk
Die Sicherheit von Fußgängern, insbesondere von Kindern, war auch
Thema der UN-Verkehrssicherheitswoche, die vergangene Woche
stattgefunden hat. Mit der Kampagne "The Long Short Walk" hat die FIA
bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit für dieses Thema geweckt. Weltweit
waren Personen aufgerufen, ihren täglichen Fußweg filmisch oder
fotografisch zu dokumentieren. Die Ergebnisse wurden bei der
UN-Verkehrssicherheitswoche für Fußgängersicherheit präsentiert. Die
Kampagne ist Teil des Zehn-Jahres-Aktionsplans "Decade of Action for
Road Safety", der im Jahr 2010 auf Initiative der FIA von der UNO
ausgerufen wurde. Ziel ist, die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren.
"Mit geeigneten Maßnahmen können bis zum Jahr 2020 fünf Millionen
Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr verhindert
werden", verdeutlichte FIA-Präsident Jean Todt abschließend.
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