• 14.05.2013, 12:00:31
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Bundesforste-Bilanz: Bestes operatives Ergebnis seit Neugründung

Deutliche Steigerung von Betriebsleistung und EBIT - EBIT-Marge mit 15,9 % auf Rekordniveau - Wachstum bei Immobilien und neuen Geschäftsbereichen

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v.l.n.r.: Georg Schöppl und Georg Erlacher

Utl.: Deutliche Steigerung von Betriebsleistung und EBIT -
EBIT-Marge mit 15,9 % auf Rekordniveau - Wachstum bei
Immobilien und neuen Geschäftsbereichen =

Wien (OTS) - 2012 konnten die Österreichischen Bundesforste ihr
bestes operatives Ergebnis seit der Neugründung vor 15 Jahren
verzeichnen. Die Konzernbetriebsleistung stieg auf 237,4 Mio. Euro
(2011: 226,5 Mio.) ebenso wie das EBIT, das mit 36,0 Mio. Euro
deutlich über dem Vorjahr (25,4 Mio.) lag. Auf Rekordniveau befand
sich die EBIT-Marge mit 15,9 %. Das EGT kam mit 18,6 Mio. Euro unter
dem Vorjahreswert (20,5 Mio.) zu liegen, stellt dennoch das
drittbeste Ergebnis der Konzerngeschichte dar. Das nachhaltige
Holzernteziel wurde mit 1,5 Mio. Festmetern plangemäß eingehalten. In
den nicht-forstlichen Geschäftsbereichen weisen die Immobilien ein
Wachstum der Betriebsleistung von 7 % auf. Gestiegen ist ebenso die
Betriebsleistung im Bereich Erneuerbare Energien um 30 % sowie die
Nachfrage nach forstlichen Dienstleistungen für Dritte.
Prozessoptimierungen, konsequentes Kostenmanagement und ein
rückläufiger Schadholzanteil wirkten sich weiters positiv auf das
Ergebnis aus.

"2012 konnten wir den Trend aus den Vorjahren fortsetzen und die
Betriebsleistung weiter steigern", freut sich Georg Erlacher,
Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste (ÖBf), über das
Konzernergebnis 2012. "Mit einem EBIT von 36,0 Mio. Euro schreiben
die Bundesforste 2012 ihr bestes operatives Ergebnis seit der
Neugründung. So hoch wie noch nie in der Unternehmensgeschichte ist
auch die EBIT-Marge mit 15,9 %." Die Umsatzrentabilität konnte in den
letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Der Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit entwickelte sich äußerst positiv und
erreichte mit 37,4 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Mit 18,6 Mio.
Euro stellt das EGT das drittbeste Konzernergebnis seit der
Neugründung dar. "Die Basis für das Ergebnis sind ein konsequentes
Kostenmanagement und laufende Prozessoptimierung. Mit konsequenter
Borkenkäfer-Bekämpfung und Waldhygiene konnte der Schadholzanteil
weiter gesenkt werden. Entscheidend für den Geschäftserfolg ist
jedoch auch der Ausbau der nicht-forstlichen Geschäftsbereiche
Immobilien, Dienstleistungen und Erneuerbare Energien, auf die
bereits heute knapp 30 % der Betriebsleistung entfallen", ergänzt
Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien.

Kerngeschäft Forst/Holz mit gutem Ergebnis

Mit einem Anteil von 71,9 % bzw. 170,3 Mio. Euro an der
Betriebsleistung bleibt der Bereich Forst/Holz das Kerngeschäft. "Der
Holzpreis befand sich 2012 auf einem stabilen Niveau, ist mittel- und
langfristig betrachtet jedoch volatil", erklärt Erlacher, warum es
insbesondere im Kerngeschäft Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
bedarf. "Hinzu kommt das nachhaltige Holzernteziel: Wir ernten nicht
mehr als nachwächst. Das bedeutet jedoch auch, dass die jährliche
Erntemenge nicht beliebig gesteigert werden kann", bekennt sich
Erlacher zu nachhaltiger Bewirtschaftung und natürlichen
Wachstumsgrenzen. 2012 begann die Neuorganisation der 2011 neu
eingeführten Produktions- und Vertriebsprozesse voll zu greifen. Bei
der Holzernte liegt der Fokus weiter auf einem strikten
Kostenmanagement. Erstmals eingeführt wurde eine
Internet-Auktionsplattform für Holz, die den bisherigen Vertrieb um
einen neuen Vertriebskanal erweitert. Die Plattform richtet sich an
B2B-Kunden und bietet österreichweit einen einfachen Zugang zu einer
breiten Palette an Holzsortimenten, unabhängig von Standort,
Kundenart oder Betriebsgröße.

Investitionen in den Wald bleiben hoch

Das Aufforstungsprogramm und die Investitionen in die Waldpflege
bleiben auf hohem Niveau. 2012 wurden wieder mehr als 11 Mio. Euro in
Neupflanzungen, Jungwaldpflege sowie den Wild- und Weideschutz
investiert. Aufgeforstet wurden mehr als 3 Millionen Jungbäume für
3,2 Mio. Euro - verteilt auf 26 verschiedene Baumarten. Der Großteil
davon entfällt auf Fichten und Lärchen, aber auch Douglasie, Tanne,
Ahorn und Erle. "Aufgrund der intensiven Maßnahmen der vergangenen
Jahre konnten die Aufwendungen für Borkenkäferbekämpfung von 4,4 Mio.
Euro (2011) auf 2,7 Mio. Euro deutlich zurückgenommen werden", freut
sich Vorstandssprecher Erlacher. Nach einem "stürmischen" Jahrzehnt
(Sturmtiefs Uschi, Kyrill, Paula und Emma) bewegte sich der
Schadholzanteil mit 34 % (2011: 49 %) erstmals wieder auf einem
Niveau wie vor zehn Jahren.

Immobilien auf nachhaltigem Wachstumskurs

Weiter auf Erfolgskurs liegt der Geschäftsbereich Immobilien, in
dem 2012 mit einem Plus von 7 % eine Betriebsleistung von über 38,0
Mio. Euro erwirtschaftet wurde. Die Ergebnisse konnten seit der
Neugründung verdreifacht werden. Eine stabile Nachfrage und
langfristige Verträge sorgten für sichere Erträge auch in der Krise.
"Ein Zuwachs war insbesondere bei den Baurechten mit plus 9 % zu
verzeichnen, die sich vor allem im sozialen Wohnbau, aber auch im
gewerblichen wie privaten Bereich immer größerer Beliebtheit
erfreuen", erklärt Finanzvorstand Georg Schöppl. Allein in den
letzten fünf Jahren sind die Erlöse aus Baurechten um knapp 70 %
gestiegen.

Nachfrage nach Dienstleistungen für Dritte gestiegen

Dynamisch entwickelt sich der Bereich Dienstleistungen Inland mit
einem Zuwachs der Betriebsleistung von über 30 %. Waldbewirtschaftung
für Dritte, forstliche Gutachten und Planung bis hin zur Baumpflege
und -service wurden verstärkt nachgefragt. "2012 bewirtschafteten die
Bundesforste mehr als 13.000 ha Wald für Dritte, österreichweit
wurden rund 500 Projekte umgesetzt, davon 25 Großprojekte im
Tourismus", so Erlacher. Das Geschäftsfeld Baumpflege verzeichnet vor
allem im kommunalen Bereich eine steigende Nachfrage, das Baumservice
wird österreichweit weiter ausgerollt.

Erneuerbare Energie im Aufbau

Der noch junge Geschäftsbereich Erneuerbare Energie weist mit
einer Steigerung der Betriebsleistung von 30 % eine ausgesprochen
positive Bilanz auf. "2012 wurden 1,3 Mio. Euro Erlös
erwirtschaftet", sagt der Finanzvorstand. Erstmals waren 2012 vier
Kleinwasserkraftwerke im Vollbetrieb. 2013 sind zwei weitere
Inbetriebnahmen geplant. Mit den vier bestehenden Werken in Tirol
(Tegesbach), Oberösterreich (Reichraming), Steiermark
(Pichl-Kainisch) und Salzburg (Dienten) und den zwei neuen
(Salzburg/Maria Alm und Oberösterreich/Hallstatt) können mehr als
13.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt
und jährlich über 50.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden.

Seit Neugründung 340 Millionen Euro an die Republik

Die Bundesforste haben seit ihrer Neugründung jedes Jahr Gewinne
geschrieben und jährlich Beiträge in Form von Dividende,
Fruchtgenussentgelt und Steuern an die Republik geleistet. "Seit 1997
sind mehr als 340 Mio. Euro in das Bundesbudget geflossen, davon 166
Mio. Euro Fruchtgenussentgelt, 159 Mio. Euro Dividende und rund 17
Mio. Euro an Ertragssteuern", rechnet der Finanzvorstand vor. "Die
Bundesforste haben sich über all die Jahre als verlässliches
Unternehmen der Republik erwiesen - und das trotz sprichwörtlich
"stürmischer Jahre" und Wirtschaftskrise", so Schöppl.

Nachhaltigkeit als unternehmerisches Prinzip

"Das Wachstum des Unternehmens steht klar im Zeichen der
Nachhaltigkeit", gibt Erlacher die strategische Stoßrichtung vor.
"Dazu gehört ein nachhaltender Umgang mit der Ressource Holz ebenso
wie der Ausbau der nicht-forstlichen Geschäftsfelder, um die
Geschäftstätigkeit langfristig auf eine breitere Basis zu stellen.
Diese Strategie hat sich in den letzten Jahren - auch im Vergleich zu
anderen Staatsforstbetrieben in Europa - bewährt. Eine vernünftige,
maßvolle Nutzung der uns anvertrauten Ressourcen und ein schonender
Umgang mit der Natur sind für uns oberstes Gebot. Wir sehen es als
unseren Auftrag, die Schätze der Natur sorgsam zu bewirtschaften und
auch für künftige Generationen zu erhalten." Diesem Auftrag
entsprechend erbringen die Bundesforste zahlreiche zusätzliche
Leistungen von der Durchführung von über 900 Naturschutzprojekten
allein im Jahr 2012 über das Naturvermittlungsprogramm Wild.Live! mit
rund 14.000 geführten WaldbesucherInnen bis hin zu regelmäßigen
Seenreinigungen an Österreichs Badeseen und öffentlich zugänglichen
Naturbadeplätzen.

Ausblick 2013

"Wir werden unseren eingeschlagenen Kurs in Richtung nachhaltiges
Wachstum auch 2013 fortsetzen", sagt Erlacher, "zielstrebig an der
Optimierung der Prozesse und einem konsequenten Kostenmanagement
arbeiten und die neuen Geschäftsfelder Dienstleistungen und
Erneuerbare Energie forcieren. Die Märkte bleiben weiter
herausfordernd und die Rahmenbedingungen unsicher. Wenn uns das
gelingt, können wir dem Geschäftsjahr 2013 zuversichtlich
entgegensehen. Aus heutiger Sicht steuern wir auf das beste Ergebnis
der Unternehmensgeschichte zu", blickt Georg Erlacher optimistisch in
die Zukunft.

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