- 14.05.2013, 10:56:59
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Coface: Keine wirtschaftliche Erholung der Eurozone in Sicht - vor allem Südeuropa stark von Rezession betroffen

Wien (OTS) - Internationaler Kreditversicherer präsentiert
Entwicklung von Länder-Risiken und prognostiziert Weltwirtschaft 2013
ein Wachstum von +2,7%, während Eurozone um -0,4% schrumpfen wird.
Trotz der Krise konnte Coface 2012 das Geschäftsergebnis verbessern.
Im Rahmen eines Pressegesprächs im Vorfeld der heute
stattfindenden 11. Coface Country Risk Conference in Wien
präsentierten Oliver Krupitza, Country Manager Coface Austria, und
Julien Marcilly, Head of Country Risk Coface Group, das
Unternehmensergebnis 2012, ihren wirtschaftlichen Ausblick auf das
laufende Jahr 2013 und die aktuelle Entwicklung der Länder-Risiken.
Positive Geschäftsentwicklung trotz Krise
Dank der weltweiten Präsenz von Coface konnte der
Kreditversicherer seinen Umsatz 2012 trotz des wirtschaftlichen
Abschwungs in der Eurozone weiter steigern - auf 1.571 MEUR (+1,4%).
Durch starke Vertriebsimpulse stiegen die Prämien um 3,1%. Dazu
Oliver Krupitza, seit Jänner 2012 Country Manager Coface Austria:
"Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa haben
wir neue Produkte wie den 'TopLiner' entwickelt, um unseren Kunden
mehr Sicherheit in Zeiten mit steigenden Risiken bieten zu können."
Der operative Gewinn betrug 189 MEUR, der Nettogewinn erreichte
129 MEUR und stieg damit um 80% (6,6% ausgenommen
Restrukturierungskosten aus dem 1. Halbjahr 2011). Die Combined Ratio
(nach Rückversicherung) verbesserte sich 2012 auf 82,2% im Vergleich
zum Vorjahr, die Schadenquote lag kontrolliert bei 56,6% gegenüber
56,9% im Jahr 2011. Das Eigenkapital stieg um 8,7% auf 1,776 Mrd. EUR
verglichen mit 1,634 Mrd. EUR 2011. Die Bruttoschuldenquote liegt bei
null.
Wirtschaftsklima: Eurozone in der Krise
"Eine kurzfristige Erholung der Wirtschaft in der Eurozone,
insbesondere in Südeuropa, ist derzeit nicht in Sicht", erläuterte
Julien Marcilly, Head of Country Risk Coface Group, die aktuellen
konjunkturellen Rahmenbedingungen. Zwar ist in Österreich eine
leichte Erholung auf niedrigem Niveau zu verzeichnen - Coface
prognostiziert für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 1,0% nach 0,7% im
Vorjahr - doch für die Eurozone wird ein Wirtschaftsrückgang von
-0,4% vorausgesagt.
Hauptursachen für die anhaltende Rezession in der Eurozone sind
die Staatsschulden und die daraus resultierende Austeritätspolitik,
die Zurückhaltung der um Risikoverringerung bemühten Banken bei der
Vergabe von Krediten an den privaten Sektor sowie die - im
Zusammenhang mit der gestiegenen Arbeitslosigkeit - gesunkene
Konsumbereitschaft der privaten Haushalte. Auch durch Exporterfolge
können die wirtschaftlichen Folgen dieser Binnenprobleme nicht
kompensiert werden.
Besonders stark betroffen ist Südeuropa: Coface prognostiziert ein
Wirtschaftswachstum für Italien von -1,4% (2012: -2,4%), für Spanien
-1,5% (2012: -1,4%), Portugal -2,0% (2012: -3,1%) und Griechenland
-4,5% (2012: -6,5%). Etwas differenzierter präsentiert sich die
CEE-Region, wo es nach Coface-Schätzungen im Jahr 2013 auch einige
Länder mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu +4,5% (Lettland)
geben wird. Das 2013 am stärksten von der Rezession betroffene
CEE-Land dürfte Slowenien sein: Coface prognostiziert für unser
südliches Nachbarland eine um -1,6% schrumpfende Wirtschaft. Auch
"Emerging Europe" leidet zunehmend unter der Rezession in der
Eurozone - nicht zuletzt, da die dortigen Kreditmärkte aufgrund der
überdurchschnittlich hohe Exposure der europäischen Banken in
Zentraleuropa im Schrumpfen begriffen sind.
Schwellenländer robust
Das weltweite Wirtschaftswachstum 2013 sieht Coface bei +2,7%.
Dabei schreitet die seit Jahren beobachtbare Annäherung zwischen
Schwellenländern und Industrienationen weiter voran. Coface
prognostiziert für die Schwellenländer in diesem Jahr einen
durchschnittlichen Zuwachs von +5,1% - nach +4,7% im Jahr 2012. Am
stärksten wachsen dabei Schwellenländer mit einem starken Binnenmarkt
wie z. B. China oder Indien. Durch die lockere Geldpolitik einzelner
Länder ist in Folge der Wirtschaftskrise allerdings auch das Risiko
von Kreditblasen, v. a. in asiatischen Schwellenländern, deutlich
gestiegen.
Der US-Wirtschaft prognostiziert Coface für 2013 ein Wachstum um
+1,5% (2012: +2,2%). Die negativen Effekte der finanzpolitischen
Konsolidierung werden in den USA vor allem durch eine Erholung beim
Konsum der privaten Haushalte und den Privatinvestitionen
ausgeglichen.
Pressefotos zum Download unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4116
Über Coface
Die Coface-Gruppe ist ein weltweit führender Kreditversicherer und
bietet Unternehmen auf der ganzen Welt Lösungen für das
Forderungsmanagement im Inlands- und Exportgeschäft. 2012 erreichte
die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. 4.400
Mitarbeiter in 66 Ländern bieten weltweiten Service vor Ort.
In Frankreich ist Coface Mandatar für die staatlichen
Exportkreditgarantien. Coface ist eine Tochtergesellschaft von
Natixis, einer Gesellschaft der Groupe BPCE für
Unternehmensfinanzierung, Investment Management und spezielle
Finanzservices.
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