OTS0018   1. Jan. 2013, 11:15

Österreich stimmt 2013 über Kirchenprivilegien ab - BILD

Unterstützungserklärungen wurden dem BMI übergeben


Österreich stimmt 2013 über Kirchenprivilegien ab vergrößern

BILD zu OTS - Im Bild v.l.n.r.: Die Initiatoren des Volksbegehrens Sepp Rothwangl (Forstwirt), Niko Alm (Unternehmer), Univ. Prof. Heinz Oberhummer (Physiker und Wissenschaftskabarettist) und Monika Zacher (Unternehmerin)

Im neuen Jahr 2013 wird das Volksbegehren gegen
Kirchenprivilegien eingeleitet. Sylvesternachmittag, wurden die mehr
als 8.600 Unterstützungserklärungen dem Innenministerium übergeben.

Wichtigste Anliegen des Volksbegehrens:

- Klare Trennung von Kirche und Staat
- Gegen Subventionen und Vergünstigungen der Kirchen und
Religionsgemeinschaften im Ausmaß von jährlich 3,8 Mrd EUR
-Staatliche Aufklärung der kirchlichen Missbrauchs- und
Vertuschungsverbrechen

"Österreich unterhält ein kostspieliges Staatsreligionen-System,
das jährlich mit ca. 3.8 Milliarden Euro subventioniert wird. Unser
Volksbegehren tritt dementsprechend nicht gegen Religion auf, sondern
für mehr Demokratie und eine saubere Trennung von Staat und Kirche
ein", erklärt Niko Alm, Sprecher der Initiative gegen
Krichenprivilgien. "Dieses Volksbegehren ist auch eines, das diesen
Namen wirklich verdient: Hinter uns steht keine Partei, keine
einflussreiche Lobby, kein Groß-Sponsor. Das ist eine reine
BürgerInnenbewegung, die den vordemokratischen Sonderrechten der
organisierten Religion ein Ende bereiten will."

Vertuschung mit staatlicher Billigung

Für Österreich kann dieses Volksbegehren zu einem Meilenstein
werden. "Erstmals in der Geschichte unseres Landes besteht nun die
Möglichkeit, empörende Religionsprivilegien aus den Zeiten des
Austrofaschismus aufzuheben", freut sich auch Sepp Rothwangl von der
Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt, der unermüdlich
Unterstützungserklärungen gesammelt hat. "Religionsvertreter sitzen
in den wichtigsten Entscheidungsgremien des Landes, was auch erklärt,
dass die kirchlichen Missbrauchsverbrechen mit staatlicher Billigung
weiter unaufgeklärt bleiben. Die Klasnic-Kommission ist an die Stelle
staatlicher Aufklärung getreten und hat es der milliardenschweren
Kirche ermöglicht, ihre Verbrechen weiter zu vertuschen und
Missbrauchsopfer mit kirchlichen Almosen abzuspeisen."

Die meisten UnterstützerInnen bisher in Wien Ziel des
Volksbegehrens ist die Überschreitung der 100.000 Marke, die für die
Behandlung durch das Parlament notwendig ist. Die Eintragungswoche
wird im Frühjahr 2013 sein. Im Rahmen der aktuellen Kampagne wurden
8.637 Unterstützungsunterschriften abgegeben, davon rd. 44% in Wien,
gefolgt von Niederösterreich mit rd. 20%, und Oberösterreich mit 11%
sowie der Steiermark mit 10%. Hotspot, in Relation zur Einwohnerzahl,
war jene oststeirische Gemeinde, in der nach dem Fall Groer einer der
ersten Missbrauchsfälle bekannt wurde. Dort haben mehr als 10% aller
Wahlberechtigten die Einleitung des Volksbegehrens unterzeichnet.

Buchtipp: Gottes Werk und unser Beitrag: Kirchenfinanzierung in
Österreich. Czernin Verlag, 2012, http://kirchenfinanzierung.at

Fotos: Übergabe der Unstützungserklärungen an das BMI:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3774

www.kirchen-privilegien.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0018 2013-01-01 11:15 011115 Jän 13 PUR0001 0370



Initiative gegen Kirchenprivilegien Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: FJ PURKARTHOFER PR,
Mobil: +43-664-412-1491
Mail: info@purkarthofer-pr.at

Aussendungen von Initiative gegen Kirchenprivilegien abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten: