• 04.10.2012, 09:00:27
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Gas muss attraktiver werden - Start Marktmodell NEU

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3411/
v.l.n.r.: Dr. Adolf Gross (Leiter Fachbereich Energie, Klimaschutz
und klimaschutzrelevante Ressourcen, Amt der Vorarlberger
Landesregierung), DI Marc Hall (Vorstandsdirektor, Wiener Stadtwerke
Holding AG), DI Wolfgang Anzengruber (Vorsitzender des Vorstands,
VERBUND AG), Dipl.-Met. Klaus-Jürgen Schreiber (Leiter Abteilung
Klimaüberwachung, Deutscher Wetterdienst), Eli Widecki MSc
(Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt- und
Energiepolitik)

Wien (OTS) - Bereits zum 15. Mal fand der IIR Jahresbranchentreff
für den österreichischen Gassektor vom 26. - 28. September 2012 in
Wien statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen der über 40 nationalen
und internationalen Gasexperten stand die Umsetzung des
Entry-Exit-Modells und des derzeitigen und zukünftigen Stellenwertes
von Gas in der Energiewende.

E-Control stand Rede und Antwort

Marktmodell NEU startet mit 1.1.2013 und hat als Ziel Österreich
zu einem liquiden Großhandelsplatz zu machen. Auf große Kritik der
Markteilnehmer stößt die vom 19. September 2012 frisch verabschiedete
Verordnung der Regulierungskommission E-Control über
Gas-Systemnutzungsentgelte, die ebenso mit 1.1.2013 in Kraft tritt.
Damit wird die Systematik der Festsetzung der Systemnutzungsentgelte
umfassend geändert. Den kritischen Anmerkungen musste sich auch Mag.
Michael Schmölzer, Leiter Gas, Energie-Control Austria stellen. Nach
heftiger Diskussion und vielen direkten Fragen des Publikums hat er
zugegeben, dass der ganze Einführungsprozess über mehr als 6 Monate
sehr intensiv geprüft werden müsse, um erst dann nachjustieren zu
können.

Eines ist aber fix, den Markt-Beteiligten Unternehmen bleiben nur
noch drei Monate Zeit um sich darauf einstellen zu können.
Auch mit dabei war der neue Vorstandsdirektor der Wiener Stadtholding
AG DI Marc Hall. Er warnt davor, ausschließlich einzelne Bereiche zu
fördern und dadurch andere Technologien zurückzudrängen. Dieser
Meinung schließt sich Herr DI Wolfgang Anzengruber, Vorsitzender des
Vorstands, VERBUND AG an. Beide appellieren an die Wirtschaft, Ziele
zu formulieren und nicht Förderungen zu kreieren, die nur einzelne
Bereiche betreffen.

Hat Gas Zukunft?

Im Rahmen einer weiteren Diskussionsrunde führte Herr DI Manfred
Pachernegg, Geschäftsführer der Gasnetz Steiermark GmbH, die
unterschiedlichen Marktsegmente des Gases an. Neue Märkte im
Erdgasbereich sieht Herr DI Pachernegg in der Mobilität und im
Stromspeichermarkt. Klaus Dorninger MBA, Geschäftsführer der OÖ.
Gas-Wärme GmbH bestätigt, dass Erdgas am flexibelsten von allen
Energieformen einsetzbar ist.

Gas muss attraktiver werden

Was die Sinnhaftigkeit von Langzeitverträgen im Gasbereich
betrifft sind sich DI Peter Stieger, Geschäftsführer der GDF Suez
Gasvertrieb GmbH und Herr Ing. Johann Breitenfelder, Head of Gas
Logistics, EconGas GmbH einig: "Europa benötigt langfristige
Gas-Verträge, um gegenüber Asien und den USA konkurrenzfähig zu sein.
Das Wichtigste ist die Versorgungssicherheit, doch diese hat keinen
Wert mehr."

Alle Diskussionsteilnehmer sind sich einig, dass der Hype der
Elektromobilität im Abschwung ist. Erdgas bzw. Methan ist CO2 frei
und wird in Zukunft attraktiver werden. Leider ist man in den letzten
Jahren mit dem Thema Gas eher auf taube Ohren gestoßen. Gas sollte
besser promotet werden, das Thema Verkehr bietet außerdem zusätzlich
eine große Chance für den Gassektor.

Die vollständige Nachlese und Fotos zur GAS 2012 finden Sie unter
www.iir.at/gas.html.

Weitere Fotos zur Veranstaltung unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3411/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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