OTS0028   1. Juni 2012, 09:00

VSStÖ Linz: Diskussion zu autonomen Studiengebühren an der JKU

Ausgang der Entscheidung im Senat noch immer offen


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Die Diskutant_innen während der Debatte


Anlässlich der am 5. Juni um 14:00 Uhr stattfindenden Senatssitzung an der Johannes-Kepler-Universität (JKU), bei der über die Einführung autonomer Studiengebühren an der JKU entschieden wird, veranstaltete der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) Linz am 30. Mai 2012 eine Diskussion mit einem hochkarätigen Podium.

"Die Universitäten brauchen dringend eine öffentliche Ausfinanzierung mit solider Rechtsgrundlage. Mit welchen fragwürdigen Mitteln Minister Töchterle versucht, auf Biegen und Brechen Studiengebühren einzuführen, gleicht einem politischen Kasperltheater.", kommentierte Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung die bisherigen Ereignisse rund um autonome Studiengebühren.

"Die JKU bekennt sich grundsätzlich zum freien und offenen Hochschulzugang. Wie sollen wir aber bei den laufenden Verhandlungen über die kommenden Leistungsvereinbarungen glaubhaft machen, dass wir mehr Geld brauchen, wenn wir jetzt auf Einnahmen aus der Einführung autonomer Studiengebühren verzichten?", wies Vize-Rektor Herbert Kalb auf die prekäre finanzielle Lage der Universitäten hin.

"Die Beurteilung der tatsächlichen rechtlichen Lage seit dem Auslaufen der Studiengebührenregelung ist sehr komplex. Inwieweit Studiengebühren überhaupt eine Angelegenheit der Universitätsautonomie darstellen, ist fraglich. Eine klare Aussage, wie der VfGH in dieser Frage entscheiden könnte, ist nicht seriös. Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig.", erklärte Andreas Janko, Verfassungsjurist an der JKU, die schwierige rechtliche Situation.

"Die Einführung autonomer Studiengebühren nach dem bis Februar gültigen Modell, würde - wie auch bisher - die Anzahl der Studienanfänger_innen senken und finanziell schwächer gestellte Studierende tendenziell vom Studium abhalten. Die Auswirkungen für die Studierenden wären fatal.", zeigte Karin Ortner von der AK Oberösterreich die sozialen Auswirkungen von Studiengebühren auf.

Der VSStÖ Linz spricht sich nach wie vor gegen die rechtsgrundlose Einhebung autonomer Studiengebühren aus und fordert die Mitglieder des Senats der JKU auf, deren Einführung zu verhindern.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0028 2012-06-01 09:00 010900 Jun 12 DS40001 0305



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Rückfragehinweis: Verband Sozialistischer Student_innen Linz
Mario Dujakovic
Vorsitzender
Tel.: +436764662979
mario.dujakovic@reflex.at
http://linz.vsstoe.at

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