• 23.05.2012, 10:59:05
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Der Mensch will produktiv sein - IBG Tagung 2012 Gesundes Führen - BILD

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Klicka, Prof. Dr. Krause, Mag. Stieger, Wethmar M.Sc.BA, Dr. Matyssek, Dr. Karazman, Dr. Schuster

Wien (OTS) - "Gesunde Führung heißt für uns: Die Führungskraft als
Manager des Arbeitsvermögens und der Produktivität der
MitarbeiterInnen zu sehen. Nicht jede Führungskraft ist schuld am
Burnout eines Mitarbeiters, aber durch gesunde Führung kann die
Produktivität nachhaltig gesichert und sogar gesteigert werden", so
Dr. Gerhard Klicka, Geschäftsführer von IBG - Innovatives
Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Am 22. Mai fand in der Skylounge der Wirtschaftskammer die Tagung
GESUNDES FÜHREN statt. Organisiert und veranstaltet wurde die durch
den FGÖ geförderte Tagung von IBG und der Wirtschaftskammer
Österreich, um auf die Wichtigkeit von gesunder Führung in
Unternehmen aufmerksam zu machen. "Wir setzen uns mit dem Thema
gesunde Führung auseinander, weil der Führungsstil nachhaltigen
Einfluss auf die Energie, die Gesundheit und die Motivation der
MitarbeiterInnen und damit verbunden auf den wirtschaftlichen Erfolg
eines Unternehmens hat", erklärt Klicka.

Führungskräfte haben Vorbildfunktion

Kernaufgaben gesunder Führung sind Herausforderung, Sinnstiftung,
Wertschätzung und Beziehungsaufbau. In Führungskräftetrainings geht
es beispielsweise um die Veränderung von Menschenbildern. Denn der
Mensch will primär produktiv sein und sucht Herausforderungen.
Führung bedeutet deshalb eben nicht nur Kontrolle und Antreiben.
"Gesund Führen bedeutet die Kunst, auch in einer Phase zunehmenden
Wettbewerbs und quantitativ abnehmender personeller Ressourcen, die
Gesundheit der MitarbeiterInnen sowie die eigene Gesundheit als hohes
und begrenztes Gut zu achten", sagt Dr. Anne Katrin Matyssek,
Psychologin und Inhaberin von 'do care!'. Dabei spielt die
Bewusstseinsbildung eine vorrangige Rolle. Führungskräfte sind
Dirigenten eines Teams und gleichzeitig Manager des Arbeitsvermögens
dieses Teams. "Dirigieren kann man nicht, wenn man zu 90 Prozent
selbst im Orchester mitspielt. Es geht um eine Vorbildfunktion, ein
Vorleben von Werten, einen Umgang mit sich selbst, seiner Gesundheit
und der Work-Life-Balance", so Klicka.

Wertschätzung als zentrales Element gesunder Führung

Eine wertschätzende Grundhaltung den MitarbeiterInnen gegenüber
ist eine unabdingbare Voraussetzung für gesundes Führen und schafft
Vertrauen. "Dort wo Vertrauen die Arbeitsgrundlage ist, zeigen
Mitarbeitende auch eine hohe Leistungsbereitschaft. Zudem wirkt sich
wertschätzende Führung positiv auf das Wohlbefinden aller Beteiligten
aus", sagt Marc Wethmar, Berater für Unternehmens- und
Führungsentwicklung in Zürich.

Offene Kommunikationsstruktur als Frühwarnsystem

Der wirtschaftliche Druck, der auf Unternehmen lastet, wird
unmittelbar auf die MitarbeiterInnen weitergegeben. Angst vor dem
Scheitern führt zu psychischen Belastungen, die in ihren Auswirkungen
oftmals unterschätzt und zu spät erkannt werden. Je mehr die Arbeit
am Erfolg gemessen wird, an der Erreichung von Zielen, an
Kennziffern, an der Überbietung von Benchmarks, desto größer ist das
Gesundheitsrisiko. "Wenn Arbeitsprozesse nicht effizient und
reibungslos funktionieren, liegt es selten am mangelnden fachlichen
Wissen. Viel mehr ist fehlendes Bewusstsein der Führungskräfte,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber, dass sich der gewünschte
Erfolg in erster Linie auf Basis einer offenen und
bereichsübergreifenden Kommunikationskultur einstellt,
ausschlaggebend", so Prof. Dr. Andreas Krause, Dozent für Angewandte
Psychologie und Experte für betriebliche und schulische
Gesundheitsförderung. Um frühzeitig Symptome von Stress und
Überbelastung zu erkennen und so rechtzeitig gegensteuern zu können,
sollten Führungskräfte regelmäßig mit ihren MitarbeiterInnen das
Gespräch suchen.

Vortragende:

- Dr. Anne Katrin Matyssek (D), Psychologin und Geschäftsführerin 
   von do care! - Gesundes Führen 
 - Dr. Dietmar K. Schuster (AT), Referent der Abteilung für 
   Sozialpolitik und Gesundheit, WKÖ
 - Mag. Silvia Hruska-Frank (AT), Referentin der Abteilung für 
   Sozialpolitik, AK
 - Dr. Rudolf Karazman (AT), Facharzt für Psychiatrie und Gründer 
   und Gesellschafter von IBG
 - Prof. Dr. Andreas Krause, M.SC.BA (CH), Dozent für Angewandte 
   Psychologie am Institut Mensch in komplexen Systemen der 
   Hochschule für Angewandte Psychologie
 - Marc Wethmar, M.SC.BA (CH), Geschäftsführer von Marc Wethmar 
   Unternehmensentwicklung
 - Mag. Clemens Stieger (AT), Geschäftsführender Gesellschafter der 
   GfP - Gesellschaft für Personalentwicklung GmbH

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH
Sabine Litschka
Telefon: 01/524 37 51
E-Mail: [email protected]

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