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OTS0173   24. Apr. 2012, 12:30

Das Lebensmittelhandwerk bekommt ein Zeichen

Zuwachs in der Familie der AMA-Zeichen


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BILD zu OTS - Im Bild v.l.n.r.: Dr. Stephan Mikinovic (Geschäftsführer AMA-Marketing GesmbH), Dr. Paulus Stuller (K. und K. Hofzuckerbäckerei Heiner und Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe), Robert Buchberger (Fleischermeister in Pöllau, Steiermark), Alfons Wachter (Bäckermeister in Zams)


Wien (OTS) - Lebensmittelhandwerker, die sich heimischen Rohstoffen, traditionellen Spezialitäten und dem meisterlichen Handwerk verbunden fühlen, bekommen ein Zeichen - das AMA-Handwerksiegel. Es wird vor allem an Fleischer, Bäcker und Konditoren verliehen. Bereits in der Anlaufphase war der Zuspruch riesig, sodass es bereits 16 zertifizierte Lebensmittelhandwerker in Österreich gibt. Weitere 100 haben ihr Interesse an dieser Auszeichnung bekundet.

Das AMA-Handwerksiegel steht auf drei Säulen: die meisterliche Verarbeitung, die regionale Herkunft und die unabhängige Kontrolle. Es zeichnet nicht die einzelnen Produkte aus, sondern das angeschlossene Fachgeschäft zum Produktionsbetrieb.

Meisterhandwerk

Meisterliche Verarbeitung bedeutet, dass der überwiegende Anteil der Erzeugnisse, von der Verwiegung der Rohstoffe bis zum fertigen Produkt, selber gemacht werden muss. In der Produktion sind mindestens die Hälfte der Mitarbeiter entweder Meister, Facharbeiter, Gesellen oder Lehrlinge. In diese Säule fallen auch die Verbundenheit mit traditioneller Handwerkskunst und die Herstellung regionstypischer Spezialitäten.

Regionale Herkunft der Hauptrohstoffe

Alle Rohstoffe, die in Österreich in entsprechender Qualität und Menge erzeugt werden, müssen aus Österreich zugekauft werden. Bei Fleischern sind dies vor allem Schweine-, Rind- und Kalbfleisch sowie weitere Hauptzutaten wie beispielsweise Käse für die Käsewurst. Bei Bäckern und Konditoren betrifft die regionale Herkunft die Mehle, Milch und Milchprodukte wie Topfen oder Obers sowie Eier und Zucker. Gemäß dem Motto des Handwerksiegels "Aus der Region - für die Region - mit der Region" wird auf regionale Partnerschaften großer Wert gelegt.

Unabhängige Kontrolle

Vor der Zertifizierung ist ein ausführliches Audit des Betriebes vorgesehen. Erst wenn alle Anforderungen der Richtlinie glaubhaft umgesetzt werden, darf der Lebensmittelhandwerker das neue Siegel führen. Einmal jährlich wird eine Betriebskontrolle durchgeführt, um die Zertifizierung aufrechtzuerhalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um geprüfte Ladenverkaufsstellen, deren Produkte nicht über Supermärkte vertrieben werden dürfen.

Handwerk klar positionieren

"Endlich hat das Handwerk ein eigenes Zeichen", freut sich Paulus Stuller, Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe. "Die Fachgeschäfte mit handwerklich hergestellten Produkten sind für die Konsumenten ab sofort mit dem AMA-Handwerksiegel klar erkennbar. Das ist eine einmalige Chance, sich als Lebensmittelhandwerker mit Tradition zu positionieren und zu profilieren", meint Stuller.

Unter der AMA-Flagge segeln

Die Etablierung dieses neuen Zeichens in der AMA war ein logischer Schritt. "Das AMA-Gütesiegel gibt es seit fast 20 Jahren und ist bestens eingeführt. 95% der Österreicher kennen es. Diese enorme Bekanntheit wollen wir für das AMA-Handwerksiegel nutzen", erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA-Marketing. "Außerdem haben wir uns in den letzten zwei Jahrzehnten eine hohe Glaubwürdigkeit und Kompetenz in Sachen Herkunftsauslobung und als unabhängige Kontrollinstanz erarbeitet. Hinter dieser Auszeichnung steht ein durchdachtes Qualitätsmanagement und Kontrollsystem. Es ist daher viel mehr als nur ein 'Pickerl', um beim Konsumenten Eindruck zu machen, sondern es soll als Signal dienen, dass die Zutaten aus heimischer Produktion stammen", so Mikinovic.

Gelebte Tradition in der K. und K. Hofzuckerbäckerei Heiner

Die gelebte Tradition steckt bei der K. und K. Hofzuckerbäckerei Heiner schon unverkennbar im Namen. "Seit 170 Jahren sind wir überzeugte Handwerker auf Meisterniveau und fühlen uns daher der traditionellen Herstellungsweise und der Verwendung von Produkten aus der Region verpflichtet", erklärt Stuller als Chef der Konditorei Heiner. Er denkt aber auch an seine Kollegen in der Branche und sieht im AMA-Handwerksiegel eine gute Möglichkeit der Profilierung seiner "süßen" Meisterbetriebe. "Gerade in der Konditorbranche spielt die Beziehung zwischen Handwerksmeister und Kunden eine ganz besondere Rolle. Die meisterliche Verarbeitung und insbesondere das Engagement der Unternehmerfamilie ist für die Kaufentscheidung von großer Bedeutung. In den AMA-Handwerksiegel-Betrieben arbeiten Menschen für Menschen. Mit diesem Zeichen stärken wir das Vertrauen unserer Kunden in heimische Qualität, da Handwerk verpflichtet", so Stuller.

Alfons Wachter - Bäcker mit Laib und Semmel

Alfons Wachter, Bäckermeister in Zams in Tirol, bezeichnet sich selber als Bäcker zum Anfassen. "Ich brauche keine riesigen Marketingmaßnahmen, denn mit mir als Bäcker haben die Produkte ein Gesicht und meine Konsumenten können vertrauen, dass sie in punkto Qualität, Frische und Verlässlichkeit nur das Beste bekommen. Ich stehe mit Laib und Semmel hinter meinen Produkten", erklärt Wachter den Grund, warum er sich ganz bewusst für das AMA-Handwerksiegel entschieden hat.

Für ihn verkörpern die Richtlinien des neuen AMA-Handwerksiegels genau jenen handwerklichen Anstand, den die kleinen und mittelständischen Lebensmittelhandwerker schon seit vielen hundert Jahren leben und von Generation zu Generation weitergeben. Für die Bäckerzukunft hat er auch schon eine Vision: "Ich würd mir wünschen, dass die Konsumenten - so wie sie von ihrem Arzt oder ihrem Frisör sprechen - wieder von ihrem Bäcker reden", so Wachter.

Fleischerei Buchberger verbindet Tradition und Moderne

Ein AMA-Fleischer der ersten Stunde ist Robert Buchberger. Seit 1998 lässt er die Herkunft seines Rindfleisches mit "bos" absichern, seit 2000 trägt ein Teil des Frischfleisches in seinen Theken das AMA-Gütesiegel. Jetzt kommt das AMA-Handwerksiegel für den Betrieb hinzu. Robert Buchbergers Philosophie deckt sich genau mit jener des AMA-Handwerksiegels. "Unser Betrieb wirkt von außen traditionsbewusst und klassisch, aber auch modern. Wir verbinden altüberlieferte Handwerkskunst mit höchster Qualität und einem modernen Auftritt", erklärt Buchberger. Dem Firmenchef liegt eine ökologische, nachhaltige Veredelung der typisch regionalen Schmankerln sehr am Herzen.

Der gesamte Bedarf an Rind-, Schweine- und Kalbfleisch stammt aus der Region Naturpark Pöllauertal und den angrenzenden Gemeinden. Robert Buchberger senior besucht jeden Bauern persönlich beim Fleischeinkauf, denn dieser ist mit viel Vertrauen und regionaler Wertschätzung verbunden. "Gemeinsam mit unseren Bauern können wir unseren Kunden einen einzigartigen Fleischgenuss garantieren", erfüllt Buchberger das Motto des AMA-Handwerksiegels "Aus der Region - für die Region" mit Leben. (Schluss)

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