- 23.04.2012, 12:46:16
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Was tun, wenn's wirklich brenzlig wird?
VRVis und FREQUENTIS präsentieren Tool zur Krisenprävention der Zukunft

Wien (OTS) - In Krisensituationen - nach Erdbeben, bei Bränden,
Naturkatastrophen oder auch bei Pandemien - ist "Information" für
alle beteiligten Einsatzkräfte und Behörden entscheidend: Wer sich
rasch ein valides Bild der Lage vor Ort (ein Lagebild) verschaffen
kann, spart Zeit, trifft richtige Entscheidungen und rettet damit im
Ernstfall Leben.
Vor diesem Hintergrund haben die IT- und Kommunikationsexperten
Frequentis und VRVis - gemeinsam mit den Partnern KFEG, TU-Wien, SAS,
Thales und den Ministerien BKA, BMI und BMLVS - von 2009 bis 2012 das
Gemeinsame Öffentlich-Private Lagebild (GÖPL) im Rahmen des
Sicherheitsforschungsprogrammes KIRAS entwickelt. GÖPL ist ein
elektronisches Visualisierungstool, das Daten aus unterschiedlichen
privaten und öffentlichen Quellen zusammenführt, grafisch verarbeitet
und so rasch Klarheit über die Situation ermöglicht.
Pionierarbeit in der Krisenprävention
Erstmals wurde damit ein gemeinsames Lagebild der wichtigsten mit
Zivil- und Katastrophenschutz befassten Ministerien (BMI, BMLVS, BKA,
BMG, BMVIT) geschaffen und mit Datenquellen von Fachinstituten wie
der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) oder dem
größten Infrastrukturbetreiber des Landes (ÖBB) vernetzt.
"Erst durch die Schaffung eines gemeinsamen Lagebewusstseins ist
im Krisenfall (und auch in der Vorbereitung) die effektive
Zusammenarbeit aller Partner möglich. GÖPL unterstützt erstmals
organisationsübergreifende Entscheidungsprozesse für die
Krisenvorsorge durch einen gemeinsamen virtuellen Informationsraum.
In komplexen Krisensituationen können so rasch die richtigen
Entscheidungen getroffen werden", so DI Dr. Christian Flachberger,
verantwortlich für Sicherheitsforschung bei Frequentis.
"In der heutigen Zeit besteht die große Herausforderung nicht mehr
darin, Informationen zu sammeln, sondern darin, die wesentlichen
Informationen aus unzähligen vorhandenen Daten herauszufiltern und
dann bei der Hand zu haben, wenn man sie benötigt. Dies ist eine
Kernkompetenz des VRVis, die wir auch hier zum Einsatz bringen
konnten", ergänzt DI Georg Stonawski, Geschäftsführer des VRVis. Die
Forscher des VRVis zählen seit mehr als zehn Jahren zur
internationalen Spitze bei der Erzeugung von Visualisierungslösungen
und waren von Beginn an federführend in das Projekt eingebunden.
Insgesamt investierten die Projektpartner Euro 1,1 Millionen in
das Projekt GÖPL, wobei die Förderung durch das Forschungsprogramm
KIRAS 65 Prozent betrug. Innerhalb von 30 Monaten Entwicklungszeit
wurden 23.000 Arbeitsstunden bzw. fast 3.000 Arbeitstage erbracht.
Erdbeben bis Pandemie - zwei Testläufe für den Ernstfall
Die Einsatzfähigkeit des Visualisierungstools wurde im Rahmen von
zwei Testläufen erprobt: einer Pandemie und eines Erdbebens. Fünf
Ministerien (BKA, BMI, BMLVS, BMG, BMVIT) die ZAMG und die ÖBB nahmen
an der Simulation teil. Bei den Planspielen waren die einzelnen
Akteure in unterschiedlichen Räumen untergebracht, eine Kommunikation
untereinander war online über das gemeinsam verwendete Tool möglich.
Zur Durchführung der Simulation wurde ein Informationsraum aufgebaut,
der auch später im Ernstfall genützt werden kann. Fragen wie: "Wie
viele Ärzte können in den betroffenen Regionen für Sofortimpfaktionen
zur Verfügung stehen?" oder "Welche Straßen können von Hilfskräften
noch befahren werden?" standen im Zentrum der Testläufe. Im Zeitraum
von zwei bis drei Jahren könnte der Prototyp des GÖPL zu einer
marktreifen Anwendung weiterentwickelt werden.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Mag. Martin Jenewein Schneider | Minar | Jenewein Consulting GmbH Grillparzerstraße 7/13, 1010 Wien Mail: [email protected] Tel; 01/402 17 65- 16 Mag. (FH) Sladjana Bauer Frequentis AG Innovationsstraße 1, 1100 Wien Mail: [email protected] Tel: 0043 664 608 50 1320
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