OTS0251   29. März 2012, 13:30

KWF Bilanz 2011: Industrie & Technologie als Träger des Wachstums in Kärnten


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BILD zu OTS - Förderungen 2011 nach Unternehmensgrößen


347 Mio. EUR betrug das Investitionsvolumen, das durch die 918 vom KWF geförderten Projekte der Kärntner Unternehmen ausgelöst wurde. 35,4 Mio. EUR an Förderbarwert* wurden genehmigt. Nach den "Konjunkturpaket-Jahren" 2009 und 2010 war das Jahr 2011 wieder ein "Standard-Förderjahr". Es wurden Unternehmen mit insgesamt 15.464 bestehenden Arbeitsplätzen unterstützt. Zudem planen die geförderten Unternehmen 1.281 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Projektumsetzung einzustellen.

Das Förderjahr 2011 stand noch im Zeichen des ausgelaufenen "Konjunkturpaket Kärnten 2009-2010". Darin enthalten waren die Förderaktionen "Konjunkturbonus", "Investitionskostenbezogene Lohnkostenförderung", "Tourismus-Qualitätsoffensive" und die Adaptierung des Programms "Kleinstunternehmen". Innerhalb dieser Förderaktionen wurden 2011 noch 505 Förderanträge mit einem Barwert von insgesamt 3,3 Mio. EUR genehmigt.

Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU): Mit rund 18 Mio. EUR entfielen mehr als zwei Drittel des Förderbarwerts - bezogen auf Einzelunternehmen** - auf diese Unternehmensgröße, wenngleich auch die Großunternehmen im Jahr 2011 überdurchschnittlich stark gefördert wurden. Sektoral konnte sich erstmals nach dem Sonderförderjahr 2006 (Vorziehinvestitionen durch das Auslaufen der EU-Programmperiode 2000-2006) wieder die Industrie in Bezug auf Förderbarwert und Investitionsvolumen die Spitzenposition sichern.

Über den im Jahr 1999 beim KWF eingerichteten "Technologiefonds Kärnten" wurden seit seinem Bestehen rund 210 Mio. EUR in die Entwicklung Kärntens als Hightech-Standort investiert. Das dadurch ausgelöste Investitionsvolumen seitens der Unternehmen zur Modernisierung Kärntens beträgt 2,3 Mrd. EUR. Der insbesondere auf die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft abzielende Fonds konnte 2011 bei 88 Projekten 15,7 Mio. EUR der Mittel binden (+ 20 % im 4-Jahres-Vergleich), wodurch 8.796 Arbeitsplätze gesichert und 188 neu geschaffen wurden beziehungsweise werden.

Bei der "Akquisition" von Bundesfördermittel konnte Kärnten trotz verschärfter Rahmenbedingungen leicht zulegen: Die insgesamt 28,8 Mio. EUR bedeuten ein Plus von 7 % zum Vorjahr.

Im Bereich der EU-Fördermittel konnten im Rahmen des Ziel 2-Programms Teil "EFRE*** Regionale Wettbewerbsfähigkeit 2007-2013" bis Jahresende insgesamt 88 Projekte mit 30 Mio. EUR an EU- und 32 Mio. EUR an nationalen Fördermitteln genehmigt werden. Das durch diese Projekte ausgelöste Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 321 Mio. EUR. Sehr erfreulich entwickelt sich auch die Mittelbindung im Rahmen der Ziel 3-Programme "Europäische Territoriale Kooperation | INTERREG IV 20007-2013" mit Slowenien und Italien. Bei den grenzüberschreitenden Projekten zwischen Österreich - mit Kärntner Beteiligung - und Slowenien sind bereits 94 % der bis Ende 2013 zur Verfügung stehenden Mittel gebunden, bei den Projekten mit Italien sind es 75 %.

Ausblick

Der Fokus für die nächsten Jahre ist klar auf die Verbesserung der Kärntner Wirtschaftsstruktur ausgerichtet. KWF-Vorstand, KWF-Kuratorium und das Kollegium der Kärntner Landesregierung haben sich nach Analyse der Ergebnisse der im Jahr 2011 durchgeführten KWF-Evaluierung einhellig auf Schwerpunkte, die in einer Leistungsvereinbarung detailliert ausformuliert werden, geeinigt.

Die Ergebnisse des Evaluierungsprozesses fließen auch in die Planungsarbeiten der kommenden EU-Programmperiode 2014+ ein. Die KWF-Schwerpunktthemen decken sich exakt mit jenen, die die EU-Kommission seinen stärker entwickelten Mitgliedsländern empfiehlt.

Der KWF hat schon bisher Entwicklungsprojekte höchst erfolgreich initiiert und teilweise auch selbst umgesetzt (zum Beispiel Lakeside Science & Technology Park, Ausbau des technischen Bereichs der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und wird dies verstärkt fortführen. Die grenzüberschreitende Initiative "AATT Alps Adriatic Technology Transfer", ein Entwicklungsprojekt zur Erhöhung von Grundlagenwissen, Problemlösungskompetenz und der Zahl von Technologiekooperationen in Kärntens Wirtschaft, ist eines davon. Es fördert die Technologiekompetenz und entspricht damit dem vordringlichsten Ziel der europäischen Wirtschaftspolitik.

Mit einem Teil seines 36,0 Mio. EUR Förderbudgets wird der KWF 2012 verstärkt "Ausschreibungen (Calls)" forcieren. Die dabei eingereichten Projekte treten miteinander in einen Wettbewerb, was unwillkürlich zu höherer Projektqualität führt. Dem am 1. Februar gestarteten "Call" zur "Investitionsbezogene Beschäftigungsförderung" folgte am 28. März jener im Bereich "TD|IKT Technologische Dienstleistungen, Informations- und Kommunikationstechnologien Kärnten 2012". Am 2. Mai startet die Einreichfrist zur "Internationalisierungsoffensive für KMU" und Ende Juni werden die Ausschreibungsunterlagen zum "Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2012" vorliegen.

* Förderbarwert = Volumen der nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse + Barwert für Darlehen (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung)

** Einzelunternehmen = ohne "Gemeinnützige Einrichtungen" (Schulen, Universität...) sowie "Sonstige" (Kooperationen, Organisationen...)

*** EFRE = Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Details www.kwf.at/2011

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OTS0251 2012-03-29 13:30 291330 Mär 12 NEF0006 0712



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